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DooH

Sparta Capital übernimmt Mehrheit von Hygh

Sparta Capital wird Mehrheitsgesellschafter der Hygh AG. Der Investor will den Außenwerber mit Shaun Gregory an der Spitze in die DooH-Zukunft führen. Die Gründer Fritz Frey und Antonius Link treten in den Hintergrund.
Alle DooH-Netze von Hygh sind programmatisch buchbar, auch die Display-Vitrinen am Ku'damm. (Foto: HYGH)
Alle DooH-Netze von Hygh sind programmatisch buchbar, auch die Display-Vitrinen am Ku’damm. (Foto: HYGH)

Der Berliner Außenwerber Hygh schlägt ein neues Kapitel auf und präsentiert mit Sparta Capital einen neuen Mehrheitsgesellschafter. Dieser ist seit 2023 mit an Bord und hat laut eigenen Angaben in den vergangenen Monaten zusätzliches Kapital bereitgestellt. Damit will Sparta Hygh auf ein neues Level bringen, mit Know-how in den Themen institutionelle Governance, finanzielle Disziplin und operativer Fokus.

Die neue Eigentümerstruktur bringt auch Umwälzungen an der Führungsspitze mit sich: Shaun Gregory wurde zum Chairman der Hygh AG berufen. Damit löst er den Gründer Fritz Frey ab. Dieser und sein Co-Founder Antonius Link legen ihre Rollen als Geschäftsführer nieder, behalten jedoch ihre Mandate im Board sowie „eine operative Rolle“, wie es von Unternehmensseite heißt.

Shaun Gregory, CEO der EMG Group, tritt dem Aufsichtsrat von Hygh bei. (Foto: HYGH AG)
Shaun Gregory ist neuer Chairman von Hygh. (Foto: HYGH AG)

Shaun Gregory war seit 2023 Aufsichtsrat bei der Hygh AG. Als Führungskraft war er in verschiedenen Unternehmen und Branchenverbänden tätig, darunter Exterion Media, Weve, Telefonica, O2, Ocean Outdoor, Proxama und die Telegraph Media Group. Zuletzt war CEO der EMG Group.

Vom jungen Wilden zum Deutschland-Player

Für Werbekunden, Mediaagenturen und Standortpartner von Hygh soll sich im Tagesgeschäft nichts ändern. Alle Kampagnen, Buchungen und Partnervereinbarungen laufen ohne Unterbrechung weiter. Das in Berlin ansässige operative Team bleibe bestehen.

Hygh kam als ein „junger Wilder“ in die deutsche DooH-Szene, nun hat sich das Unternehmen mit mehr als 2.800 eigenen und selbst betriebenen Screens in den großen deutschen Städten etabliert. Hierbei handelt es sich vor allem um Screens in Schaufenstern. Im Portfolio befinden sich jedoch auch die ikonischen Displays am Kurfürstendamm sowie der 250 Quadratmeter große Screen im Center am Potsdamer Platz.

Weiterentwicklung der Technologie-Plattform

Unter der neuen Eigentümerschaft will das Unternehmen seine Investitionen in die eigene Technologieplattform beschleunigen, unter anderem mit dem Ausbau der Programmatic-Ressourcen, einer tieferen Zielgruppenmessung, Targeting bis auf den einzelnen Screen und eine nahtlose Integration mit DSPs, SSPs und Planungstools von Agenturen. Zudem soll das Screenportfolio in ganz Deutschland ausgebaut werden.

„Hygh war im Kern immer ein Technologieunternehmen“, kommentiert Shaun Gregory. „Wir wollen die Plattform bauen, die die nächste Generation von DooH definiert – schneller buchbar, intelligenter aussteuerbar und einfacher messbar. Die Fundamentaldaten dieses Marktes sind hervorragend, und Hygh ist bestens positioniert, um ihn anzuführen.“

Berlin: WM-Viewing auf dem Hygh-Screen