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Ströer und Walldecaux

Deutsche Außenwerber in Cannes

Bei den Cannes Lions wird Media-Zukunft gemacht – also auch für die Außenwerbung. Warum Präsenz an der Riviera wichtig ist, erklären Jicky von Bechtolsheim, Senior Manager Creative Excellence bei Ströer, und Andreas Knorr, Director Marketing bei Walldecaux.
In Cannes, um über die Zukunft von DooH und OoH zu sprechen: Jicky von Bechtolsheim von Ströer und Andreas Knorr von Walldecaux (Fotos: Ströer/WallDecaux)
In Cannes, um über die Zukunft von DooH und OoH zu sprechen: Jicky von Bechtolsheim von Ströer und Andreas Knorr von Walldecaux (Fotos: Ströer/WallDecaux)

Die Outdoor Lions und andere Awards sind bereits vergeben, das internationale Festival für Werbung und Kreativität in Cannes ist in vollem Gange. Gleichzeitig treffen sich Marketingverantwortliche der großen Brands mit Agenturen und Verbänden, um die kreativen Weichen für die Zukunft zu stimmen. Mit dabei: Out-of-Home-Vertreter aus der ganzen Welt, inklusive der Tech-Plattformen. Und ebenfalls mittendrin: die deutschen Außenwerber Ströer und Walldecaux.

Gemeinsam mit der internationalen Muttergesellschaft JC Decaux zeigt Walldecaux Präsenz in Cannes. Zusammen mit Viooh und Displayce wird es auf der Yacht Nela Gespräche mit globalen Marktpartnern unter dem Motto „Get Real“ geben. Zudem veranstaltet das Unternehmen zum 15. Mal das Inspiration Boat mit: Cannes-Juroren geben dort exklusive Insights, was in ihren Sessions wirklich gezählt hat.

Das Inspiration Boat segelt wieder. (Foto: WallDecaux)
Das Inspiration Boat segelt wieder. (Foto: WallDecaux)

Für den deutschen Marktführer Ströer ist Cannes vor allem eine Plattform für den Austausch. „Uns geht es um echte Gespräche – mit Marken, Agenturen, Kreativen und Partnern“, sagt Jicky von Bechtolsheim, Senior Manager Creative Excellence bei Ströer. Sie wird in Cannes vor Ort sein, um über die Zukunft von Out-of-Home und besonders Digital-out-of-Home zu sprechen.

Wachsende Bedeutung von AI

Denn wer die Zukunft mitprägen will, muss mitreden. Auch wenn es in Cannes einige bespielbare OoH-Flächen gibt, präsentiert sich das Medium nicht von allein, wie Jicky von Bechtolsheim betont: „Cannes ist einer der Orte, an dem über Markenbilder, Kampagnenideen und Kommunikationsstrategien gesprochen wird. Genau dort muss Out-of-Home präsent sein.“

Ähnlich sieht das Andreas Knorr, Director Marketing bei Walldecaux. Auch er ist in Cannes dabei und weist darauf hin, dass OoH als Kommunikationskanal im öffentlichen Raum immer wichtiger im Mediamix wird. „Mit wachsender Bedeutung von AI kann die OoH-Industrie die Zukunftsfragen nicht alleine beantworten. Wirkung, Mediamix, Tech, AI – das sind Themen, die man gemeinsam mit Markenpartnern entwickeln muss.“ Cannes sei dafür genau der richtige Ort.

Mutige Kampagnen braucht es

Out-of-Home hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt, von einem klassischen Reichweiten- hin zu einem digitalen, datenbasierten und kreativen Kommunikationskanal. „Wenn in Cannes über Kreativität, Wirkung und Markenrelevanz gesprochen wird, darf OoH nicht am Rand stehen. Der Kanal gehört mitten in die Diskussion“, bekräftigt Jicky von Bechtolsheim.

Cannes Lions: DooH auf der großen Bühne

Gerade weil sich die Technologieseite immer weiterentwickelt, ist eine Zusammenführung mit dem Kreativen essenziell. „In Cannes geht es um Kreation – Tech wird aber immer wichtiger. Das erkenne ich daran, welche Player an der Croisette den größten Auftritt haben: AI-gestützte Kreation, AI gestützte Agentic Seller und Buyer“, sagt Andreas Knorr. „Alles passiert parallel und keiner weiß, wie sich die Medienlandschaft in den nächsten zwölf Monaten entwickeln wird.“ Daher ist ein gemeinsames Gestalten, im direkten Austausch mit den Marktpartnern, für die Zukunft der Gattung ausschlaggebend.

Wenn Technologie und Kreativität die Zukunft bestimmen, ist eine zentrale Rolle von DooH vorprogrammiert. Gerade hier liegt noch eine große Chance, sich in Cannes noch besser zu präsentieren, argumentiert Jicky von Bechtolsheim. „Viele Kampagnen nutzen Digital-out-of-Home noch sehr klassisch: ein Motiv, etwas Bewegung, vielleicht mehrere Sujets. Das ist nicht falsch – aber es schöpft das Potenzial des Kanals nicht aus.“ Was es brauche, seien mutige Kampagnen, die die Möglichkeiten von OoH und DooH wirklich nutzen. Gute Cases würden dabei helfen, die kreativen und technologischen Stärken des Kanals sichtbarer zu machen.

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