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Agentic AI für interaktive Experiences

Neuartige CMS-Architektur von Intuiface

Intuiface bringt den „Experience Generator“ auf den Markt, der die Erstellung von Inhalten von traditionellen CMS-Workflows hin zu einer AI-gestützten, agentengesteuerten Erlebnisgestaltung verlagert. Die Plattform ermöglicht die Zusammenarbeit in Echtzeit zwischen Nutzern und mehreren AI-Agenten und positioniert Intuiface als interaktive Erlebnisebene, die sich in jedes CMS-Ökosystem integrieren lässt.
"Die Zukunft – nicht nur in unserer Branche – liegt in Agenten, die mit und für die Kreativen arbeiten." - Mathieu Yerle, CEO von Intuiface (Foto: Intuiface)
„Die Zukunft – nicht nur in unserer Branche – liegt in Agenten, die mit und für die Kreativen arbeiten.“ – Mathieu Yerle, CEO von Intuiface (Foto: Intuiface)

Der Interaktionsspezialist Intuiface stellt ein neues Paradigma zur Erlebnisgestaltung vor: den „Experience Generator“. Mit dieser Digital Signage-Lösung der nächsten Generation vollzieht das Unternehmen einen grundlegenden Wandel hin zur agentenbasierten Inhaltserstellung und einer Architektur für die Zusammenarbeit in Echtzeit. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit hat der in Toulouse ansässige Anbieter begonnen, sich von einem vollständig manuellen Editor und einer XML-basierten Datenstruktur zu lösen und auf einen kombinierten KI-/visuellen Bearbeitungsansatz umzustellen, der durch eine CRDT-basierte Datenstruktur unterstützt wird – ein moderner Standard, der die Zusammenarbeit mehrerer Agenten und Nutzer in Echtzeit an einem einzigen Projekt ermöglicht.

Mit dem Intuiface Experience Generator können Nutzer die gewünschte Benutzererfahrung beschreiben, woraufhin eine Reihe von Intuiface-AI-Agenten gemeinsam eine funktionsfähige, interaktive Benutzererfahrung erstellt. Intuiface-CEO Mathieu Yerle erklärt gegenüber invidis: „Mit dem Experience Generator beschreibt man, was das Erlebnis erreichen soll, und ein koordiniertes Team spezialisierter Agenten erstellt ein funktionsfähiges, interaktionsbereites Ergebnis – keinen Prototyp, keine Vorlage, sondern eine individuelle Experience, das Sie in unserem nativen Plattform-Ökosystem veröffentlichen, bearbeiten und verfeinern können.“

Interface des Experience Generators (Bild: Intuiface)
Interface des Experience Generators (Bild: Intuiface)

Das Interesse an Intuiface wächst über die traditionellen Anwendungen im Bereich Digital Signage hinaus. Nach interaktivem Digital Signage ist der zweitgrößte Anwendungsbereich mittlerweile die Unterstützung von Vertrieb und Marketing, wo Kunden Kataloge, Präsentationen und CRM-Daten in vernetzte, interaktive Echtzeit-Erlebnisse verwandeln.

Darüber hinaus entwickeln sich der akademische und der kulturelle Sektor zu einem wichtigen Wachstumsbereich. Einrichtungen wie Universitäten und Museen suchen nach ansprechenderen digitalen Kontaktpunkten und gehen dabei über statische Informationsdisplays hinaus, hin zu interaktiven, erlebnisorientierten Umgebungen für Studierende, Lehrende und Besucher.

Weitere Abkehr vom traditionellen CMS

Dieser niederschwellige, promptbasierte Ansatz reduziert die Hürden bei der Erstellung komplexer interaktiver Erlebnisse noch weiter. Mit dem bestehenden No-Code-Ansatz von Intuiface profitierten Nutzer bereits von spezialisiertem Know-how und praktischer Vertrautheit mit Best Practices und Prinzipien für ortsspezifische digitale Inhalte. Das neue AI-gesteuerte Prompt-Paradigma folgt einer grundlegend anderen Logik: Anstatt sich durch komplizierte Tool-Sets zu navigieren, beschreiben Nutzer, was sie wollen, und das System generiert das Erlebnis – wobei Best Practices von Anfang an integriert sind.

Intuiface hat sich seinen Ruf dadurch erarbeitet, technologische Veränderungen frühzeitig zu antizipieren. Vor zwanzig Jahren war das Unternehmen der erste unabhängige Softwareanbieter (ISV) im Bereich Digital Signage, der auf „No-Code“ setzte – ein Konzept, das sich im Zeitalter von AI inzwischen durchgesetzt hat. Nun positioniert sich das Unternehmen an der Spitze der nächsten Welle: agentengesteuerte Workflows, kombiniert mit visuellen, vom Menschen vorgenommenen Bearbeitungen.

„In der Branche hat sich bisher nicht viel getan“, sagt CEO Mathieu Yerle. „CMS sind zunehmend zu Massenware geworden. Doch das Aufkommen von Agentic AI eröffnet neue Möglichkeiten für interaktives Signage im Online- und Offline-Bereich. Die Zukunft – nicht nur in unserer Branche – liegt in Agenten, die mit und für die Kreativen arbeiten.“

AI-Agenten mit klaren Rollen

Intuiface entwickelt sich von einem monolithischen Autorentool zu einem koordinierten Ökosystem aus Agenten. Anstatt sich auf einen einzigen, vom Nutzer gesteuerten Composer zu verlassen, arbeiten mehrere AI-Agenten parallel zusammen, wobei alle synchronisierten Zugriff auf denselben Datensatz haben.

Dies markiert den Beginn eines neuen Betriebsmodells im Bereich Digital Signage, das durch eine enge Zusammenarbeit zwischen menschlichen Nutzern und AI-Agenten, durch eine klare Aufgabenteilung zwischen mehreren Agenten und durch eine kontinuierliche Koordination anstelle traditioneller linearer Arbeitsabläufe gekennzeichnet ist.

Die vom Experience Generator eingesetzten Agenten orientieren sich an typischen Funktionen in einer Kreativagentur und umfassen:

  • Experience Orchestrator: Der federführende Akteur. Interpretiert die Anfrage, plant die Erstellung, delegiert Aufgaben an die spezialisierten Akteure und fügt deren Arbeit zusammen
  • UX Designer: Ablauf, Navigation, Informationsarchitektur, Onboarding, Barrierefreiheit, Inhaltshierarchie
  • Creative Director: Visuelle Identität, ästhetische Ausrichtung, Designsystem, visuelle Kohärenz.
  • Scene Builder: Erstellt vollständige Szenen anhand allgemeiner Vorgaben: Layout, Ebenen, visuelle Elemente
  • Experience Editor: Erstellt und bearbeitet das Erlebnis selbst mithilfe des CRDT-Dokumentenmodells – Struktur, Eigenschaften, Konfiguration der Assets.
  • Interaction Designer: Verknüpft die Interaktivität – Auslöser, Aktionen und Navigation zwischen Szenen
  • Visual Generator: Erzeugt Bildmaterial
  • Web Researcher: Ruft externe Inhalte und Daten aus über das Web zugänglichen internen Systemen ab

Durch die Aufteilung dieser Aufgaben zielt Intuiface darauf ab, die Produktionseffizienz deutlich zu steigern und gleichzeitig den manuellen Aufwand zu reduzieren. Diese Modularität ermöglicht zudem die Einbindung zusätzlicher Mitarbeiter mit minimalem Aufwand. Das Unternehmen erwartet, Updates häufiger veröffentlichen und flexibler auf Marktanforderungen reagieren zu können.

Von XML zu CRDT

Der Übergang von XML zu CRDT (Conflict-free Replicated Data Types) markiert einen strukturellen Wandel mit weitreichenden Auswirkungen. Herkömmliche Dateiformate wie XML stoßen an ihre Grenzen, wenn mehrere Akteure – seien es AI-Agenten oder menschliche Nutzer – gleichzeitig auf denselben Inhalt zugreifen und ihn ändern, was häufig zu Versionskonflikten führt.

CRDTs überwinden diese Einschränkung, indem sie eine konfliktfreie, verteilte Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglichen. Produktivitätsplattformen der nächsten Generation wie Figma nutzen diesen Ansatz bereits. „Wir werden dieses Modell nutzen, um in naher Zukunft auch die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer bei der Erstellung von User Experiences einzuführen. Das ist ein echter ‚Figma-Moment‘ für Intuiface“, sagt Mathieu Yerle.

Vom Stand-Alone-CMS zur modularen Plattform

Mit seiner Fähigkeit, als vollständig modulare Headless-Plattform zu fungieren, will Intuiface seine Rolle weiter ausbauen. Intuiface-Erlebnisse, die typischerweise als eigenständiges CMS genutzt werden, basieren weiterhin vollständig auf reinen Webtechnologien, sodass die Ergebnisse des Intuiface Experience Generators in jedes CMS-Framework von Drittanbietern eingebettet werden können.

„Es gibt hervorragende CMS-Plattformen auf dem Markt, und es wäre schade, diese nicht zu nutzen. Wir sind so konzipiert, dass wir mit jeder von ihnen zusammenarbeiten können – wir sind die interaktive Erlebnisebene, ganz gleich, welches CMS dahinter steht“, bekräftigt der CEO. Selbst CMS-Software-Suiten – die versprechen, alles aus einer Hand zu bieten – können von einem Interaktivitätsspezialisten profitieren, den die größeren Stacks zunehmend benötigen.