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Checkers Liquor

Retail Media Best Practice in Südafrika

Johannesburg | Eine Premium-Filiale von Checkers Liquor in der Fourways Mall zeigt, wie Digital Signage die Vorteile einer regulierten und dennoch stark frequentierten Einzelhandelsumgebung voll ausschöpfen kann.
Checkers Liquor Shop in Johannesburg (Foto: invidis)
Checkers Liquor Shop in Johannesburg (Foto: invidis)

Der Alkoholverkauf in Südafrika unterliegt strengen rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch nationale und regionale Alkoholgesetze festgelegt sind. Die Einhaltung dieser Vorschriften geht weit über die bloße Lizenzierung hinaus und erfordert die Einhaltung vorgeschriebener Verkaufszeiten, Zonierungsbestimmungen sowie klar definierter Standards zur sozialen Verantwortung. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet Wein: Als wichtiges einheimisches Produkt darf er in Supermärkten verkauft werden. Alle anderen alkoholischen Getränke – einschließlich Bier – dürfen ausschließlich in speziellen Spirituosengeschäften verkauft werden.

Diese Fachgeschäfte sind in der Regel kompakte, sehr dicht bestückte Verkaufsflächen, die bis zum Rand mit Waren gefüllt sind. Gekühltes Bier spielt dabei eine zentrale Rolle, oft in begehbaren Kühlräumen – ein charakteristisches Merkmal vieler südafrikanischer Filialen.

Ideale Retail-Media-Bedingungen

Aus Retail-Media-Sicht bietet dieses Umfeld außergewöhnliche Bedingungen. Die Kundschaft ist klar definiert, unterliegt einer Altersbeschränkung und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kaufentscheidung – was Spirituosengeschäfte zu einem äußerst attraktiven Schauplatz für Digital Signage macht.

Shoprite, Südafrikas größter Einzelhandelskonzern, betreibt sein Spirituosengeschäft unter der Marke Checkers. In der Fourways Mall im Norden von Johannesburg, einem der größten Einkaufszentren Afrikas, präsentiert der Einzelhändler eine hochwertige Umsetzung seines Spirituosenkonzepts.

Der Checkers-Spirituosenladen zeigt, wie effektiv Digital Signage in eine kompakte Ladenfläche integriert werden kann. Digitale Endcaps heben Aktionsprodukte hervor, während Kategoriedisplays die Aufmerksamkeit auf Premium-Angebote lenken. Besonders hervorzuheben ist der Eingang zum Kühlraum, wo ein in die Tür integrierter Screen an einem entscheidenden Moment einen wirkungsvollen Kontaktpunkt schafft. Zusätzliche Displays über dem Kühlraum sorgen für Sichtbarkeit in weiten Teilen des Ladens.

Schaufenster ungenutzt

Das Ergebnis ist ein stimmiges digitales Ökosystem, das sich perfekt in die Raumaufteilung des Ladens und den Kundenweg einfügt – ein Musterbeispiel für den Einsatz von Digital Signage in einem stark frequentierten Einzelhandelsumfeld.

Ein Kontaktpunkt bleibt jedoch ungenutzt: das Schaufenster. Zwar ist die Werbung für Spirituosen über digitale Bildschirme in Schaufenstern in Südafrika erlaubt, sie unterliegt jedoch strengen Vorschriften. Die Inhalte dürfen nicht irreführend sein, sich nicht an Minderjährige richten und müssen deutlich sichtbare Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol enthalten. Mit Blick auf die Zukunft könnte dieser Kanal noch stärker eingeschränkt werden, da das südafrikanische Parlament derzeit Gesetzesentwürfe prüft, die ein umfassendes Verbot von Alkoholwerbung einführen könnten.