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LCD-Display-Technologie

Neue Premium-Panels

LCD-Displays sind eine ausgereifte Technologie. Dennoch sind Weiterentwicklungen möglich, wie die MircoRGB-Technologie im High-End-Segment zeigt. Nun sind die ersten Modelle in der Digital Signage-Welt angekommen.
Die neue MicroRGB-Technologie von Samsung zog auf der ISE Besucher an. (Foto: invidis)
Die neue MicroRGB-Technologie von Samsung zog auf der ISE Besucher an. (Foto: invidis)

Die LCD-Technologie ist im Digital-Signage-Markt weiterhin von zentraler Bedeutung. Trotz des wachsenden Anteils an Directview-LED- und OLED-Lösungen bleibt LCD aufgrund seiner Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Kostenstruktur das Rückgrat vieler professioneller Installationen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass hier keine Weiterentwicklungen stattfinden. Diese sind häufig auf die Rolle von LCD als Arbeitspferd konzentriert: schlankere Bauformen, verbesserte Helligkeitsgleichmäßigkeit, höhere Energieeffizienz und ein anspruchsvolleres Industriedesign.

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Doch es gibt auch echte Innovationen: Ein Beispiel dafür ist die MicroRGB-Technologie. Wie so oft bei LCD kommt sie aus dem Consumer-TV-Bereich.

Anfang des Jahres wurden die ersten Modelle auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Als Hersteller haben bereits Samsung, LG, Sony und Hisense entsprechende Lösungen im Portfolio.

Hervorragender Kontrast

Klassische LCD-Displays nutzen seit Jahren weiße oder blaue LEDs mit Farbfiltern für die Hintergrundbeleuchtung. Der MicroRGB-Ansatz ersetzt dieses Prinzip durch separat angesteuerte rote, grüne und blaue LEDs, die direkt im Backlight ein gesetzt werden.

CES 2026: Micro RGB revolutioniert Premium-TV-Segment

Dadurch entfällt ein Teil der Filterverluste, gleichzeitig lassen sich Farben präziser und mit höherer Sättigung darstellen. Technisch bleibt es ein LCD- Panel, optisch soll sich die Bildcharakteristik dem OLED-Niveau annähern.

Mit MicroRGB kombinieren die Hersteller feingranulares Local Dimming. Das bedeutet, dass spezifische Zonen des Displays gezielt gesteuert werden – Schwarzflächen werden also wirklich  dunkel, weil die LEDs abgeschaltet werden.

Aktuelle MicroRGB-Panels verfügen über 1.000 und mehr Zonen, wie es auch bei Premium-TVs üblich ist. Schwarzdarstellung, die allgemeine Farbtiefe, Kontrast und HDR-Fähigkeit profitieren davon erheblich.

Erste Digital Signage-Cases

Eines der ersten Unternehmen, welche die Technologie in den Digital Signage-Raum gebracht haben, ist Samsung: Auf der ISE hatte der Hersteller ein professionelles MircoRGB-Display in 130 Zoll dabei. Bei Samsung sind die MicroLED in einem sehr feinen Muster verbaut und lassen sich einzeln steuern. Das ist ein Unterschied zu herkömmlichen LED-Hintergrundbeleuchtungen, bei denen die LEDs meist in Gruppen angesteuert werden. Somit entstehen insgesamt 5.670 Zonen.

Dadurch sind eine große Farbtiefe und beeindruckende Schwarztöne möglich, die Helligkeit kann bis zu 1.000 Nits betragen.

Um das Bild weiter zu verbessern, hat Samsung die Micro RGB AI Engine entwickelt. Sie analysiert jedes Bild in Echtzeit und passt Farben und Helligkeit automatisch an. Das erste Modell mit 110 Zoll hat zusätzlich einen Micro RGB Color Booster Pro. Diese Funktion erkennt blasse Farbbereiche im Bild und macht sie satter und lebendiger. Das Display soll den gesamten BT.2020-Farbraum abdecken.

Energieeffizienz durch MiniRGB

Einen etwas anderen Digital Signage-Fokus in der Technologie setzt Hisense, das auf der ISE 2026 erstmals ein High-Brightness-Display mit 85 Zoll und 4K auf MiniRGB-Basis präsentierte. Zielapplikationen sind insbesondere Window-Facing- und Semi-Outdoor-Anwendungen.

Hisense auf der ISE 2026: MiniRGB in der Digital Signage-Welt

Die Helligkeit des Screens beträgt 4.000 Nits, und Hisense gibt an, hier durch die MiniRGB-Technologie Energieeinsparungen von bis zu 55 Prozentgegenüber herkömmlichen LED-Backlights zu erreichen.

Und hier könnten noch weitere Entwicklungen in der Pipeline sein. Laut eigenen Aussagen hat Hisense in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden Euro in die Weiterentwicklung von MiniRGB gesteckt.

Diversifizierung möglich?

Die gesamte Entwicklung zeigt, dass die LCD-Technologie noch nicht am Ende angekommen ist. Für Premium-Marken ist die präzise Abstimmung von Farben, Kontrast und Helligkeit einer der wenigen Wege, um sich von günstigen Standard-LCDs abzuheben.

Werden sich also MicroRGB-Displays im Digital Signage-Markt durchsetzen?

Der entscheidende Faktor bleibt der Preis. Im Digital Signage-Bereich zählt die Stückzahl – und damit die Kosten. OLEDs zeigen zwar, wie schön Farb- und Kontrastverbesserungen sein können, doch der B2B-Markt war bisher nur begrenzt bereit, dafür mehr zu bezahlen.

Stetige Entwicklung

Das Arbeitspferd LCD soll vor allem rolloutfähig und kostenoptimiert sein. Eine schrittweise qualitative Evolution ist jedoch zu erkennen, zum Beispiel durch die folgenden Features: