Der steirische Außenwerber Ankünder hat am Grazer Hauptplatz einen neuen Werbestandort präsentiert, der zugleich als Katastrophenwarnsystem und Defibrillator-Station dient. Drei Standorte in der Grazer Innenstadt bieten damit rund um die Uhr entnehmbare Defibrillatoren für medizinische Notfälle mit Herz-Kreislauf-Stillstand.
Neben dem Hauptplatz sind die Werbeflächen am Eisernen Tor sowie in der Herrengasse und Landhausgasse Tag und Nacht im Einsatz. Die digitalen Screens der Wartehäuser spielen im Bedarfsfall auch Katastrophenwarnungen an die Bevölkerung aus.
„Der Ankünder ist mit seinen Werbeflächen dort, wo die Menschen sind und gestaltet den öffentlichen Raum mit“, sagen die Ankünder-Geschäftsführer Dieter Weber und Bernd Schönegger. Nach internationalem Vorbild des Miteigentümers JC Decaux habe man sich deshalb entschieden, ausgewählte Standorte mit Defibrillatoren auszustatten.
Laut Bürgermeisterin Elke Kahr erhöhe ein dichtes Netz an Defibrillatoren im gesamten Stadtgebiet die Überlebenschancen im Notfall erheblich. Dabei verwies sie auf einen aktuellen Fall: „Es ist noch gar nicht so lange her, dass zwei Mitglieder
unserer Rathauswache einem Menschen mit einem Defi das Leben gerettet haben.“
Erste-Hilfe-Anweisungen durch Rotes Kreuz
Auch das Rote Kreuz Steiermark unterstützt die Initiative: Landesrettungskommandant Peter Hansak kündigte an, den neuen Standort in der Rettungsleitstelle zu erfassen, um ihn direkt in Erste-Hilfe-Anweisungen für Ersthelfer einzubinden.
Die Integration von Sicherheitsfunktionen in DooH-Flächen ist kein Einzelfall: Auch in Wien spielt die Stadt künftig Katastrophenwarnungen automatisiert über die digitalen Screens von Gewista aus. Digitale Screens werden somit zunehmend in die öffentliche Sicherheits- und Warninfrastruktur eingebunden.
DooH und Öffentliche Sicherheit: Wiener Warnsystem auf Gewista-Screens

