Gewista spielt künftig Warnmeldungen der Stadt Wien automatisiert und in Echtzeit auf ihren digitalen Werbeflächen im öffentlichen Raum aus. Die Meldungen erreichen damit Orte, an denen sich laut Unternehmen täglich hunderttausende Menschen bewegen.
Die Stadt Wien betreibt eine Warn- und Alarmplattform, über die unter anderem Sirenen und AT-Alert ausgelöst werden. Eine neue Schnittstelle verbindet diese Plattform mit dem konzerneigenen JC-Decaux-System „Event“, das die City-Lights ansteuert. In dieser Form kommt das System in Wien erstmals zum Einsatz.
Internationaler Standard als Grundlage
Die Grundlage ist dabei der international standardisierte Common Alerting Protocol, kurz: CAP. Das Krisenmanagement der Stadt Wien erstellt, prüft und gibt Warnmeldungen frei, die anschließend als XML-Datei an die Gewista-Systeme übermittelt und ins offizielle Layout der Stadt Wien eingefügt werden. Der laufende Werbeloop wird dabei automatisch unterbrochen und durch den Inhalt der Stadt ersetzt.
Die Implementierung erfolgte in Abstimmung mit dem Land Wien, begleitet von fünf gemeinsamen Testläufen sowie internen und regelmäßigen Live-Tests.
„Digitale Außenwerbung erreicht Menschen im Alltag unmittelbar und ohne aktive Mediennutzung. Genau darin liegt ein enormes Potenzial für die öffentliche Sicherheit“, sagt Franz Solta, CEO bei Gewista.
Auch in Deutschland sind DooH-Screens in die Infrastruktur des Krisenmanagements integriert. Flächen von Ströer und Wall sind dabei seit 2018 Teil des Modularen Warnsystems, Mowas, das satellitengestützt Warnmeldungen an eine Reihe von Multiplikatoren versendet.
Weitere Rollouts geplant
Laut Gewista laufen bereits Gespräche zur Ausrollung des Systems in weiteren österreichischen Bundesländern, mit dem Ziel einer landesweiten Implementierung bis Ende des Jahres.
Die dafür nötige Infrastruktur will das Unternehmen kostenlos zur Verfügung stellen.

