Weischer beteiligt sich strategisch an dem Lüneburger AI-Entwicklungsstudio Erason. Der Hamburger Vermarkter verknüpft damit seine Media- und Mobilitätsdaten mit der Marktforschungsplattform Ailon. Beide arbeiten seit 2024 zusammen. Über die Höhe der Beteiligung äußern sich beide Seiten nicht.
Als Anlass nennt Weischer die geringe Relevanz vieler Kampagnen. Bis zu 56 Prozent des deutschen Werbebudgets gelten als vermeidbarer Streuverlust, das entspricht 24,7 Milliarden Euro. Die Zahl stammt aus einer Untersuchung des Datenanbieters Decentriq.
„Im Kern ist Relevanz ein Matching-Problem, wir wissen oft zu wenig darüber, wer hinter einer Zielgruppe steht“, sagt Niklas Mrutzek, Mitgründer und Geschäftsführer von Erason.
Kombinierte Daten aus Kampagnen und Verhalten
Ailon kombiniert Befragungsdaten mit echten Kampagnen- und Verhaltensdaten. Über das Modul SYNQ fließen zusätzlich Kundendaten aus CRM-Systemen, Marktstudien und Kampagnentracking ein. Laut Weischer sinken die Kosten pro Aktion dadurch um 30 bis 50 Prozent.
Weischer OOH, Weischer Cinema und Weischer Connect sollen künftig auf die Modelle zugreifen. Udo Schendel, Geschäftsführer von Weischer, formuliert das Ziel so: In wenigen Jahren solle im Haus keine Kampagne mehr ohne Ailon geplant werden.

