König in der Nische / Erfolg durch wenig Streuverlust

UE-3DSteleObwohl vieles gegen sie spricht, bestehen einige Netzwerke seit Jahren erfolgreich am Markt.

Der Erfolg der wichtigsten Netzwerke in Deutschland kommt nicht von ungefähr: Denn egal ob am U-Bahnsteig, am Flughafen, in der Mall oder an der Tankstelle, die Netze erreichen viele Menschen genau dort, wo sie aufmerksam sind und Werbung besonders gut wirkt. In der Mall und im Geschäft lässt sich das anhand von Abverkaufszahlen sogar direkt belegen. Das macht diese Netzwerke für Werbekunden attraktiv.

Auch kleinere Netzwerke nutzen diese Mechanismen. Einige aber haben Märkte in Angriff genommen, die zunächst wenig erfolgsversprechend scheinen. Und doch agieren diese Netze sehr erfolgreich. Zwei von ihnen stechen besonders heraus: TV-Wartezimmer und Cinema 3DOOH.

TV-Wartezimmer

Rund 48 Minuten warten Patienten durchschnittlich im Wartezimmer eines Arztes. Diese Tatsache hat sich das Freisinger Unternehmen TV-Wartezimmer zunutze gemacht. Seit 2003 sendet es Unterhaltungs- und Informationsbeiträge in nunmehr über 6.500 deutschen Praxen. Die Ärzte selbst können sich ebenfalls präsentieren. Vorteil für Werbetreibende ist der geringe Streuverlust, da Spots beispielsweise nach bestimmten Regionen oder nach Ärzte-Fachgruppen gebucht werden können. TV-Wartezimmer expandiert stetig, in Kooperation mit Berufs- und Fachverbänden sowie zahlreichen Medien. Sie schätzen das seriöse Umfeld in einer Praxis und die No-Escape-Situation der Zuschauer, die außerdem für ein bisschen Ablenkung dankbar sind.

Cinema 3DOOH

Die United Entertain GmbH betreibt mit Cinema 3DOOH das erste nationale 3D-ohne-Brille-Netzwerk. Mit circa 500 Displays in 61 Kinos will das Unternehmen Werbung neu definieren. Bis Ende 2013 ist eine Erweiterung auf 300 Standorte mit insgesamt etwa 2.200 Displays geplant. Neue Netze werden, nicht nur in Deutschland, ebenfalls in Freizeitparks und Einkaufszentren installiert. Brillenlose 3D-Werbung und Filmtrailer scheinen genügend Aufmerksamkeit bei den Kinobesuchern und Interesse bei Werbekunden zu generieren – ungeachtet der unzähligen Poster, Pappaufsteller und Displays, nicht nur im Kino.

(17. März 2014)