dmexco 2016

Ad Serving, DooH, VR und IoT – die dmexco Messesplitter

- Ab morgen zieht es Digitalexperten, Agenturen, Dienstleister und Kunden wieder für zwei Tage nach Köln: Die dmexco öffnet ihre Pforten. In diesem Jahr wird die Messe größer, thematisch umfassender – und für die DooH und Digital Signage Branche wichtiger. Was Media Owner und ihre Dienstleister vorstellen, wird besonders interessant. von Thomas Kletschke

Volle Messehallen werden auch in diesem Jahr erwartet - Besucher der dmexco 2015 (Foto: Koelnmesse)

Volle Messehallen werden auch in diesem Jahr erwartet – Besucher der dmexco 2015 (Foto: Koelnmesse)

Mit mehr als 950 Ausstellern – davon etwa die Hälfte internationale – und der Zielmarke von mehr als 50.000 Besuchern ist die seit 2009 stattfindende dmexco größer als zuvor. Wichtiger noch: Thematisch hat sich die Messe kontinuierlich weiter entwickelt.

Was einst als Branchentreffen der Online-Marketer und SEO Spezialisten in Köln begann, hat sich zu einer Messe zum Thema Digital Marketing in allen Facetten entwickelt: Virtual Reality, Programmatic-Ansätze in Digital-out-of-Home oder Multichannel und Mobile sind in diesem Jahr in Köln ebenso ein Thema auf Messe und begleitender Messe wie Affiliate Online Marketing und Co.

Auf Seiten der Aussteller und der Werbungtreibenden finden sich Mediaagenturen, Full Service Agenturen und spezialisierte Digitalagenturen ebenso wie Unternehmen aus den Branchen Retail, IT, Touristik, Finanzdienstleistungen und Medien.

Wen zieht es außer den Googles, SAPs und IBMs dieser Welt in die Hallen 6, 7, 8 und 9 der koelnmesse? Was wollen die Dickschiffe an Ständen und in den Vorträgen präsentieren? Welche für die DooH und Digital Signage Branche wichtigen Trends werden ein Thema sein?

Spannend könnte eine Collaboration von Automobilbau und Technologie werden: In die Zukunft des Connected Car blicken Dirk Arnold (BMW) und Georg R. Roetzer (Samsung) in ihrer Session „Future of Consumer Communication – Driving into a Connected World“. Auch in Retail tut sich einiges: Wie digitale Lösungen das stationäre Business beleben können, demonstrieren David Klemm (Mastercard) und Martin Wild (Media-Saturn) am Beispiel Robotics im Handel mit einer Live-Demo des Service-Roboters Paul, der Kunden Rede und Antwort steht.

Den wachsenden Einfluss von Daten für erfolgreiches Storytelling wird Matthew Luhn (Pixar) in der Experience Hall auf den Punkt bringen. In einer Session von Dr. Kimo Quaintance (IQGemini) werden die Kundenerfahrungen in der Virtual Reality nicht nur für den einzelnen Nutzer, sondern für alle Messebesucher erfahrbar.

Neue Konzepte und Technologien für Video und Bewegtbild sind ein weiterer Schwerpunkt: Um erfolgreiche Content-Konzepte, innovative Formate und neue Video-Plattformen dreht sich in der Motion Hall alles bei Bloomberg Media, NBCU, VICE und RTL II. Die neuen Möglichkeiten von Live-Videos in der Marken-Kommunikation bringen Facebook und Twitter auf die Screening-Wand.

Premiere haben wird in Köln die neue Version von Splicky vom zur Goldbach Group gehörenden Mobile Advertising-Spezialisten jaduda. Bislang beschränkte sich Splicky auf den Kanal Mobile – und wurde beispielsweise von den beiden Außenwerbern Wall AG und APG|SGA – beides Landesgesellschaften von JCDecaux in Deutschland und der Schweiz – für die Verlängerung von Plakatkampagnen in den Kanal Mobile genutzt.

Jetzt erweitertet Splicky die eigene Demand Side Platform (DSP) erstmals um den Kanal Digital-out-of-Home; Splicky ist damit nicht nur für die one to one-Kommunikation einsetzbar, sondern auch in einem one to many-Medium. Damit erhalten Agenturen und Werbungtreibende automatisierten Zugriff auf das Digital out of Home-Screen-Inventar. Kampagnen lassen sich über Splicky einrichten und in Echtzeit managen; detaillierte Echtzeitreports sind abrufbar. Die synchronisierte Aussteuerung von DooH- und Mobile-Motiven verspricht eine deutlich effektivere Arbeit der Marketeers.

Ebenfalls als Aussteller dabei ist Ayuda, deren System bei Ströer im Einsatz ist. Für den im Rheinland ansässigen Media Owner und Content-Spezialisten st eine Präsenz bei der Messe in Köln natürlich Ehrensache. Ströer wird aber nicht bloß Flagge zeigen.

Mit der Anbindung des Public Video-Netzwerks an einen Adserver, der Umstellung auf Ayuda und der Expertise im Bereich Targeting hat Ströer die Voraussetzungen für einen programmatischen Mediahandel in der digitalisierten Außenwerbung geschaffen. Die Werbezeiten der 3.800 mit Bewegtbild bespielbaren Screens im öffentlichen Raum werden im Laufe des ersten Quartals 2017 auch automatisiert gehandelt. Ströer hat dafür ein neues Playoutsystem etabliert, ein neues Mediasystem implementiert und daraus eine SSP-Schnittstelle entwickelt.

Was Ströer schon jetzt verrät, macht Lust auf mehr: „Wir haben in den vergangenen Wochen erste programmatische digitalisierte OoH Kampagnen umgesetzt, was zeigt, dass wir über eine Testphase längst hinaus sind. Was früher in Handarbeit gemacht wurde kann jetzt über Technologie automatisiert und individualisiert werden“, sagt Christian von den Brincken, Geschäftsführer Business Development bei Ströer. Von den Brincken ist mit dem Thema auch auf einem Seminar auf der dmexco vertreten: „Programmatic Broadcast beyond Online – Opportunities with the Ströer Public Video Ayuda SSP“.

Mit WerbeWeischer beziehungsweise Jost von Brandis ist ein weiterer DooH-Experte in den Messehallen in Köln-Deutz präsent, der sich dem digitalem Marketing ebenso verschrieben hat, wie den verschiedenen Mediengattungen überhaupt.

Selbstverständlich sind die großen internationalen (Media-) Agenturen in Köln an Bord – so auch die zu GroupM gehörende MEC Global. Diese untersucht die Customer Journey über verschiedenste Touchpoints hinweg, einschlkießlich der Kanäle DooH und Out-of-Home. Seit wenigen Tagen sind Live Panel Daten von GroupM auch im Planning Tool MEC Touchpoints für den Schweizer Werbemarkt verfügbar. Wer die Vorstellung beim ersten Swiss DOOH Summit verpasst hat, kann sich auf der dmexco informieren.

Um welche technologischen – und, wesentlich wichtiger: nutzer- und nutzungsbedingten – Veränderungen für die Retailer wichtig sind und werden, ist Thema bei der Location Based Marketing Association (LBMA). Diese stellt eine brandneue Studie vor, die POSpulse unter mehr als 1.000 Konsumenten durchführte. Diese wurden zu ihrem Einkaufsverhalten und ihrem Verhältnis zu digitalen Lösungen beim Einkauf befragt. Eines der Ergebnisse: Offenes WLAN im Einzelhandel wird von mehr als 80% der Konsumenten gern genutzt – ist aber noch immer kein Standard in der deutschen Handelslandschaft.

Anlässlich der dmexco hat invidis kürzlich auch die DooH-Ausgabe des invidis Jahrbuchs veröffentlicht. Bisher war diese nur in der Gesamtauflage mit Digital Signage verfügbar.

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