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Digital Signage

Kein Recht auf Hitzefrei

München | Nicht nur Menschen leiden unter den tropischen Temperaturen von bis zu 40° C, auch für Outdoor Digital Signage Installationen sind die hohen Temperaturen ein außergewöhnlicher Stresstest. Nicht alle sind den Herausforderungen gewachsen.
Decaux Display trotzt der Hitze (Foto: invidis)
Decaux Display trotzt der Hitze (Foto: invidis)

Es ist heiß in Deutschland, so auch heute wieder in der Münchner Innenstadt. Die Lüfter der recht neuen DooH-Displays von DSM Decaux – ein Joint Venture von Ströer und Wall – laufen auf Hochtouren. Trotz Straßenverkehr sind die Lüfter nicht zu überhören. Das Schutzglas vor dem High Brightness Display ist selbst ohne direkte Sonneneinstrahlung so heiß, dass man es kaum mit der Hand anfassen kann. Es ist offensichtlich, dass die Gesamtlösung am Rande des Maximums operiert. Doch die Bildqualität des Displays und die Elektronik scheinen noch einwandfrei zu laufen. Die von Wall Decaux entwickelte Outdoor-Lösung scheint den extremen Bedingungen gewachsen.

Das ist allerdings nicht selbstverständlich. Wir haben uns bei Systemintegratoren in Deutschland umgehört und nicht überall läuft es rund. Natürlich möchte keiner offen Projekte nennen und seinen Namen hier lesen, aber in dieser Woche haben sich die Ausfälle von Systemen spürbar erhöht. So das nicht-repräsentative Feedback des Marktes. Probleme gibt es insbesondere mit freistehenden, dem direkten Sonnenlicht ausgelieferten Systeme (anfällig sind Touchoverlays) sowie älteren Displayinstallationen in Schaufensterlagen.

Erkannt werden per Fernwartungen nur Abschaltung von Systemen (Mediaplayer) und Displays aufgrund von zu hohen Temperaturen. Eventuelle Hitzeschäden an den Displaypanels können nur in den kommenden Wochen per Sichtkontrolle erfasst werden.