Digital Signage

Globaler LED-Display-Markt verdoppelt sich bis 2023

Der globale LED-Display-Markt wächst weiter und erzielte 2018 einen Umsatz von 6,5 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 22%, so eine neue Studie des invidis-Partner Futuresource Consulting.
LED im Einzelhandel - hier bei Hollister in Mexico City (Foto: invidis)
LED im Einzelhandel – hier bei Hollister in Mexico City (Foto: invidis)

LED-Videodisplays hatten 2018 den größten Marktanteil, machten mehr als 85% des Gesamtumsatzes aus und wuchsen im Jahresvergleich um fast 30%. Der Umsatz von Narrow Pixel Pitch (NPP) LED wuchs 2018 um fast 50%, wobei ein signifikantes Marktwachstum nicht nur in China sondern auch in Europa und Nordamerika zu verzeichnen war. Dieses hat auch den Indoor-Markt beflügelt, der mittlerweile 56% aller Umsätze von LED-Videodisplays ausmacht.

Beim Produktdesign setzen die Anbieter zunehmend auf Flexibilität, wie z.B. konvex und konkav LED-Module. Die Wartungs- und Servicefreundlichkeit rückt in den Vordergrund, während Energiesparfunktionen mittlerweile zum Standard gehören.

Die größte Nachfrage bei LED identifizierte Futuresource in Projekten für DooH, Stadien, Flughäfen, Kontrollräumen, Einzelhandel und Broadcast. Die Futuresource-Prognosen zeigen, dass diese positive Entwicklung auf dem besten Weg ist, den Umsatz bis 2023 auf über 12 Milliarden Dollar faktisch zu verdoppeln.

„Letztes Jahr gab es ein starkes LED-Überangebot“, sagt Hope Lee von Futuresource. „Gleichzeitig ist die Transparenz innerhalb der Lieferkette gestiegen, was den Preis für SMD-Gehäuse nach unten gedrückt hat. Wir haben gesehen, dass der Großteil dieser Preissenkung durch die Lieferkette zum Endverbraucher fließt, was ein wichtiger Wachstumstreiber war.“

Weltweit entfiel 2018 etwas mehr als die Hälfte des weltweiten Umsatzes mit LED-Videowalls auf China, wobei Leyard und Unilumin die klaren Marktführer waren. International sind die großen Display-Anbieter Samsung und LG die aufstrebenden Stars, die bei Ausschreibungen häufig sehr wettbewerbsfähig gegen die chinesischen Anbieter auftreten.

NEC, Barco und Christie haben ihr breites Display- und Projektorangebot um LED-Lösungen stark erweitert. NEC setzt dabei auch auf die Kompetenz des fränkischen LED-Spezialisten squadrat der 2018 übernommen wurde. Die belgische Barco hat erst vor einigen Tagen eine enge Kooperation mit Unilumin verkündet.

ISE 2018: NEC übernimmt deutschen LED-Spezialisten S[quadrat]

LED: Barco und Unilumin vereinbaren strategische Partnerschaft

Die USA behaupteten ihre Position als wichtiger internationaler LED-Markt, trotz der Unsicherheit durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. Doch wegen der Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten fokussieren sich die chinesischen LED-Hersteller auf EMEA, Australien, Lateinamerika und Südostasien.