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Interaktive Displays

Whiteboards sind die Gewinner der Krise

Der Markt für interaktive Whiteboards hat in den letzten zehn Jahren ein enormes Wachstum verzeichnet, wobei seine ursprüngliche Popularität in Großbritannien, Mexiko und den USA weltweit zunahm. Auch nach den Einschnitten durch Corona erholt sich die Branche schneller als erwartet, so die Zahlen von Marktforschungsunternehmen Futuresource. Grund ist die steigende Nachfrage nach Lösungen für hybrides Lernen – ein Zeichen, dass die Tech ankommt und der Digitalpakt ins Rollen.
Whiteboard und Displaylösungen für Schulen und Konferenzräume unterstützen beim digitalen Lernen (Foto: Vestel)
Whiteboard und Displaylösungen für Schulen und Konferenzräume unterstützen beim digitalen Lernen (Foto: Vestel)

Der weltweite Markt für interaktive Displays befindet sich auf dem Weg der Erholung, noch nicht auf dem hohen Niveau wie vor der Krisem aber deutlich schneller als erwartet. Das belegen die Zahlen von Futuresource Consulting zum Absatz an Collaboration-Lösungen, die im zweiten Quartal einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorquartal verzeichnen. Nach Angaben des Tracking-Dienstes schnitten fast alle Länder besser ab. Der Massenpessimismus, der im März und April in der gesamten Branche zu spüren war, hat sich demnach nicht bewahrheitet.

„Das ist ein enormes Ergebnis für die Branche, zumal das Gewicht von COVID-19 über die gesamte Lieferkette hinweg stark gelitten hat. Nachdem der Zugang zu den Schulen wieder aufgenommen worden war, wurde schnell klar, dass die Installationsaufträge eher verzögert als annulliert worden waren, wodurch ein Großteil der Aktivitäten in die zweite Hälfte des Quartals verschoben wurde“, so Colin Messenger, Senior Consultant bei Futuresource Consulting.

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Im Mittelpunkt der erneuten Nachfrage nach interaktiven Displays steht eine neue Art des Lernens – hybrider Unterricht. Viele Schulen haben während der Krise oder zumindest in Folge einen solchen Ansatz gewählt, bei dem Online- und Offline-Angebote miteinander kombiniert werden. Das soll sicherzustellen, dass Pädagogen weiterhin unterrichten können und gleichzeitig die Sicherheit der Schüler maximiert wird, ob nun Zwecks Corona oder ander Umsände, die vielleicht in Zukunft noch ins Haus stehen.

Im Fall COVID wurde in vielen Fällen die Klassengröße halbiert, bei der 50 % der Schüler sich Remote zum Unterricht einwählen müssen, während die andere Hälfte die Schulbank physisch drückt. Das erfordert ein hohes Maß an belastbarer Planung und Vorbereitung bei Lehrkräften, Schülern, Eltern und setzt natürlich auch Herausforderungen für die Technik. Die Schulen müssen sicherzustellen, dass sie und die Schüler über die richtige Ausrüstung verfügen, um jetzigen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

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„Trotz der Marktbeschleunigung im 2. Quartal sind die Volumina im Jahresvergleich immer noch rückläufig, und es ist noch ein langer Weg bis zu einer vollständigen Erholung zu gehen“, so Messenger. „Abgesehen vom Bildungswesen hat sich die Nachfrage der Unternehmen noch nicht erholt, obwohl die Zukunft weiterhin vielversprechend ist. Wir gehen davon aus, dass China bis zum Ende des dritten Quartals auf ein normales Niveau zurückgekehrt sein wird, und das vierte Quartal wird in der Nähe unserer ursprünglichen globalen Prognosen aus der Zeit vor COVID-19 enden.“

Längerfristig erwartet Futuresource, dass der weltweite Umsatz für 2021 den von 2019 um ca. 2% übersteigen und während des gesamten Prognosezeitraums jährlich weiter steigen wird. Bis dahin heißt es also noch Durchhalten und vorerst hoffen, dass in Deutschland der Digitalpakt für mehr Aufträge für Distributoren und Integratoren sorgt.

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