Mixed Reality

Clueso und Elif auf dem LED-Mond

"Bis zum Himmel ist's nicht so weit": Für das Musikvideo "Mond" des Rappers Clueso und der Sängerin Elif versetzten LEDcave, Leditgo und Brompton die beiden im virtuellen Studio in eine Mondlandschaft.
Das Video "Mond" von Clueso und Elif wurde im MR-Studio gedreht. (Foto: Nico Knoll/LEDcave)
Das Video „Mond“ von Clueso und Elif wurde im MR-Studio gedreht. (Foto: Nico Knoll/LEDcave)

Einzigartige Visuals: Das suchte die Kreativagentur Doering für das neue Musikvideo „Mond“ des deutschen Sängers, Rappers, Songwriters und Produzenten Clueso, in dem er zusammen mit der deutsch-türkischen Musikerin Elif singt, hatte LEDcave eine hervorragende Lösung im Sinn. Daher kontaktierte die Agentur die Virtual-Studio-Betreiber LEDcave. „Wir waren in den letzten zwei Jahren mit dem Team von Doering im Gespräch über verschiedene kreative Möglichkeiten in unseren LEDcave Studios in Deutschland“, sagt LEDcave-Geschäftsführer Thilo Strack. „Als dieses Musikvideoprojekt aufkam, wussten wir, dass unser Berliner Studio sowohl kreativ als auch technologisch perfekt für das ist, was die Teams vorhatten.“

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Das LEDcave-Studio in Berlin ist das fortschrittlichste des Unternehmens – weitere Standorte befinden sich in Köln und Mannheim. Im 2.500 Quadratmeter großen Raum in der Hauptstadt befindet sich eine LED-Wand mit einer Breite von 40 und einer Höhe von 6,5 Metern. Sie besteht aus VP2+-Paneelen von Leditgo. Die LED-Dachfläche, die aus denselben, 2,6 Millimeter starken Paneelen besteht, ist 24 Meter lang und 14 Meter tief.

Dreharbeiten zu "Mond" (Foto: Nico Knoll/LEDcave)
Dreharbeiten zu „Mond“ (Foto: Nico Knoll/LEDcave)

Sechzehn High-End-Medienserver mit Nvida-A6000-Grafikkarten spielen die in der Unreal Engine erstellten Umgebungen über einen Analog Way Aquillon CS+ mit 24 Eingängen und 20 Ausgängen in 4K60 in 10 Bit über insgesamt 16 Brompton Tessera SX40 4K LED-Prozessoren ab.  Hierbei werden mehrere Tessera XD10G-Datenverteilungseinheiten für die Verteilung an die LED-Panels eingesetzt. Alle Panels wurden mit dem Hydra-Messsystem von Brompton dynamisch kalibriert.

„Der oberste geile „S***“

Das Musikvideo wurde von Doering produziert und von Moo Video Production gedreht. Mit der Unreal Engine übertrug das LEDcave-Team die Mondszenen aus dem ursprünglichen Moodboard in virtuelle Hintergründe. „Wir haben die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten an diesem Projekt sehr genossen“, sagt Thilo Strack. „Das Kreativteam von LEDcave, der Kunde, das Management und sogar die Künstler selbst waren alle in den kreativen Prozess der Gestaltung der perfekten virtuellen Mondumgebung eingebunden.“

Dreharbeiten zu "Mond" (Foto: Nico Knoll/LEDcave)
Dreharbeiten zu „Mond“ (Foto: Nico Knoll/LEDcave)

Für Thilo Strack – der auch Geschäftsführer des LED-Anbieters Leditgo ist – machten „die zahlreichen Farbfunktionen von Tessera und Bromptons Dynamic Calibration-Einstellungen“ den Unterschied, insbesondere beim Vergleich der physisch gebauten Steinoberfläche mit den Weltraumhintergründen auf der LED-Wand. „Sie funktionierten unglaublich gut in Echtzeit und brachten dem Team erhebliche Zeitvorteile“, erklärt er.

Alle am Projekt Beteiligten waren mit dem Ergebnis zufrieden, was sich auch in den Kommentaren im goldenen Gästebuch von LEDcave widerspiegle. „Auch Clueso und Elif schrieben: ‚Hey Leute, das ist der oberste geile S***, danke!'“, erzählt Thilo Strack abschließend.

Mixed-Reality-Studios

Der Filmdreh vor LED-Leinwänden wird immer beliebter. „The Mandalorian“ galt als erste Serie, die auf diese Art produziert wurde, aber mittlerweile gibt es, auch in Deutschland, viele Studios, die mit LED-Wänden arbeiten. Auch immer mehr Hersteller bieten LED-Panels speziell für dieses Setting an. Auf der ISE zeigte zum Beispiel Absen ein derartiges Studio.

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