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Ströer kündigt Aktienrückkauf an

Die Umsatzentwicklung der Ströer-Gruppe liegt für das laufende Jahr trotz abzeichnender Rezession weiter im Plan. Im Rahmen eines ersten Aktienrückkaufs plant Ströer Aktien im Wert von bis zu 50 Millionen Euro in den kommenden Monaten zurückzukaufen.
Ströer Konzernzentrale in Köln (Foto: Ströer)
Ströer Konzernzentrale in Köln (Foto: Ströer)

Ströer wird seine Capital Allocation Strategy ausweiten und dafür ein erstes Aktienrückkaufprogramm mit einem Rückkaufvolumen von insgesamt bis zu 50 Millionen Euro durchführen. Das beschloss der persönlich haftende Gesellschafter der Ströer SE & Co. KGaA, die Ströer Management SE.

Laut Ströer repräsentiert das Volumen von 50 Millionen Euro die aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen voraussichtlich maximal erwerbbare Anzahl von Aktien in den kommenden sechs Monaten. Das Programm soll zum 3. Oktober 2022 beginnen.

Dividende der Aktien profitiert

Nach Aussage des Konzerns liegen die Entwicklungen des dritten Quartals sowie das Orderbuch für das Jahresendgeschäft voll im Rahmen der eigenen Prognose. Somit werde für 2022 weiterhin mit einem robusten Geschäftsverlauf „im Rahmen der Erwartungen des Kapitalmarkts“ gerechnet, wie das Unternehmen angab.

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Die Ströer-Gruppe erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine solide Liquiditätsposition, sowie weiterhin einen Verschuldungsrate, dem Leverage, deutlich unter Ihrem Ziel-Leverage von circa 2,5. Zudem beabsichtigt die Gruppe, an ihrer Dividendenpolitik festzuhalten. Die aktuelle Dividendenrendite liege über 6 Prozent, der Aktienrückkauf werde sich positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken.

Christian Schmalzl, Co-CEO von Ströer, sagt: „Mit dem jetzt beschlossenen Aktienrückkaufprogramm schaffen wir Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre und senden ein klares Zeichen unserer Überzeugung hinsichtlich der Stärke und Resilienz unserer OOH-plus-Strategie in diesen herausfordernden Zeiten. Wir sind der festen Überzeugung, im Rahmen unserer Mittelfristplanung weiter profitabel zu wachsen und vor allem vom strukturellen Wandel des deutschen Werbemarktes überproportional zu profitieren.“

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Man stehe mit der Digitalisierung der Werbeflächen noch am Anfang, habe aber bereits alle wichtigen Standorte mit Digitalisierungspotenzial gesichert und sehe unverändert eine ungebremste Dynamik in der Geschäftsentwicklung. „Vor diesem Hintergrund und angesichts des erheblichen Wertsteigerungspotentials unserer nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäfte, wie Asam Beauty und Statista, erweitern wir unsere Capital Allocation Strategy um das Instrument der Aktienrückkäufe“, führt Christian Schmalzl aus.

Rückkauf über Frankfurter Börse

Das Aktienrückkaufprogramm erfolgt zu jedem zulässigen Zweck und soll über den Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse im Einklang mit den „Safe-Harbor“-Regeln nach Artikel 5 der EU-Marktmissbrauchsverordnung erfolgen. Entsprechend des aktuellen Handelsvolumens erwartet Ströer eine Laufzeit dieses ersten Rückkauf-Programms von circa 6 Monaten.

Das Aktienrückkaufprogramm wird auf Grundlage der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Ströer SE & Co. KGaA vom 4. November 2020 durchgeführt, wonach der persönlich haftende Gesellschafter der Ströer SE & Co. KGaA bis zum 3. November 2025 ermächtigt ist, zu jedem zulässigen Zweck eigene Aktien bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Ströer SE & Co. KGaA zu erwerben.