Für Retailer und Digital Signage-Profis war die Retail Conference auf der ISE am 5. Februar der perfekte Ort, um sich in Sachen Retail-Tech und Retail Media auszutauschen. Das Programm widmete sich emotionalen Erlebnissen, visionärem Design physischer Räume und den technologischen Herausforderungen im täglichen Betrieb.
- Panel der Retail Conference auf der ISE 2026 (Foto: invidis)
- Panel der Retail Conference auf der ISE 2026 (Foto: invidis)
„Retail und Technologie ziehen immer viele qualifizierte Besucher an“, sagt Stefan Schieker von Invidis, der für die Planung des Tages verantwortlich war. „Wir waren positiv überrascht von der Resonanz am besucherstärksten Messetag. Mehr als 50 Teilnehmer verfolgten die dreistündige Session.“
Retail Media im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stand das Thema Retail Media – mit seinen Erfolgsfaktoren, Praxisbeispielen und künftigen Entwicklungen. „Größere Retailer wissen genau, wie sie das Potenzial von Retail Media ausschöpfen. Händler der zweiten Reihe brauchen dabei deutlich mehr Unterstützung“, sagte Jeffrey Weitzman, CEO von Navori Labs, einem weltweit führenden Anbieter von Digital-Signage-Software. Entscheidend sei dabei der Umgang mit Konsumentendaten im komplexen digitalen Ökosystem. „Alle wollen mitspielen. Die entscheidende Frage ist aber: Wem gehören die Daten?“, führte Jeffrey Weitzman aus.
Jordi Mur, CMO der spanischen Beratungsgesellschaft In-Store Media, machte klar, dass sich Online-Strategien nicht einfach auf den stationären Handel übertragen lassen. Retail Media sei eine eigene Disziplin. Für ein stabiles technisches Setup müssten mindestens sechs verschiedene Anbieter zusammenarbeiten und Daten teilen.
Dabei betonte Jordi Mur als besondere Schwierigkeit den Spagat zwischen Anspruch, Technologie und datengetriebenen Erwartungen. Stefano Fadda vom niederländischen Integrator First Impression betonte, dass „smarte ROI-Kennzahlen, abgeleitet aus dem ursprünglichen Projektziel“, eine Grundvoraussetzung für den Erfolg seien.
Zahlen allein führen nicht zum Erfolg
Beatrice Bayo von der Proden Group – sie bringt langjährige Erfahrung aus der Modebranche und der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien mit – warnte vor einem zu kurzfristigen Blick auf reine Zahlen: „Qualitative Kennzahlen wie Nachhaltigkeit haben einen langfristigen Einfluss auf den ROI und müssen mitgedacht werden“, sagte Bayo. Sie bringt langjährige Erfahrung aus der Modebranche und der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien mit.
Auch in der Paneldiskussion zum Quick-Service-Restaurant-Markt (QSR) spielte Datenmanagement eine zentrale Rolle. „Von Content Management bis Decision Management – Echtzeitdaten sind entscheidend“, erklärte Nick Johnson, CEO von Nowsignage.
Wie bei vielen Panels war auch Künstliche Intelligenz präsent. In diesem Jahr wurde vor allem über die grundsätzlichen Auswirkungen gesprochen. Für konkrete Ergebnisse und skalierbare Strategien im Einsatz von AI in Digital Signage und Retail ist es noch zu früh.




