Navori Labs präsentiert auf der Infocomm 2026 in Las Vegas seine nächste Generation einer Digital Signage-Plattform: Qompose. Damit setzt das Schweizer Unternehmen als weltweit drittgrößer Digital-Signage-ISV ein klares Signal: Die Zukunft gehört modularen, Headless-Plattformen mit tief integrierter AI.
Entwickelt wurde Qompose von internationalen Engineering-Teams in der Schweiz, Indien und Großbritannien. Qompose vereint die technische DNA von Navori und Signagelive in einem neuen Technologie-Stack. Im Sommer 2025 übernahm Navori Signagelive. Teams beider Unternehmen entwickelten die neue Lösung.
Im Kern bietet die Plattform eine erweiterbare Basis für Entwickler, kann Drittanwendungen integrieren und umfasst zugleich ein vollwertiges CMS für Endkunden. Navori baute Backend, Player-Architektur und user-Interface vollständig neu. das Ziel dabei war, eine der größten Herausforderungen im Markt zu adressieren: „Mixed-Fleet“-Netzwerke über verschiedene Hardwaregenerationen und Hersteller hinweg zu betreiben.
Universal Player ersetzt Fragmentierung
Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Universal Player. Bisher setzte Navori auf separate Player für Web-, Windows- und Android-Umgebungen. Qompose konsolidiert diese in einer einheitlichen, komplett neu entwickelten Lösung.
Damit reagiert Navori auf ein zentrales Problem im Betrieb von Signage-Netzen: Während sich Backend-Systeme vergleichsweise einfach konsolidieren lassen, ist es zeitintensiv und teuer, Player auf bestehenden Displays auszutauschen oder zu aktualisieren.
Der neue Ansatz vereinfacht Rollouts, reduziert Wartungsaufwand und beschleunigt Updates – ein entscheidender Vorteil, gerade in einem Markt mit wachsender Konsolidierung und häufigen Betreiberwechseln.
AI als Kernarchitektur
Künstliche Intelligenz ist bei Qompose kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil. Die Plattform folgt einem konsequenten AI-first-Ansatz. Sie erlaubt es, AI-Agenten, Automatisierungen sowie externe Daten- und Business-Systeme direkt mit dem Signage-Netzwerk zu verbinden.
Unternehmen können eigene Modelle integrieren oder integrierte Large Language Models nutzen. Zentral ist dabei ein durchgängiger agentischer Workflow, der Content-Erstellung, Planung und Optimierung automatisiert und orchestriert.
Parallel dazu verändert sich das Preismodell: Neben klassischen Lizenzgebühren pro Screen erfolgt die Abrechnung von AI-Funktionen über Token-Verbrauch. Damit orientiert sich Digital Signage zunehmend an etablierten Cloud- und SaaS-Modellen.
Modular, Headless und API-getrieben
Qompose baut auf einer vollständig modularen, Headless-Architektur auf und folgt konsequent der API-first-Strategie von Navori und Signagelive. Neben bestehenden Schnittstellen unterstützt die Plattform moderne Protokolle wie MCP.
Damit können Partner
- eigene Anwendungen auf der Plattform entwickeln;
- Integrationen in bestehende Systeme umsetzen;
- spezifische Workflow realisieren.
Zusätzlich stellt Navori ein neues Entwickler-Toolkit bereit, um Innovationen im Partnernetzwerk zu beschleunigen. Erste Kundenlösungen sind bereits entstanden, weitere sollen folgen.
Flexible Frontends
Als Headless-native Plattform trennt Qompose Backend und Frontend konsequent. Navori liefert mit „Studio“ eine neu entwickelte Benutzeroberfläche mit mehr als 120 Enterprise-Funktionen.
Gleichzeitig können Kunden eigene HTML-basierte Interfaces entwickeln und betreiben. Damit adressiert Navori Unternehmen mit individuellen UX- und Branding-Anforderungen und folgt dem Branchentrend hin zu entkoppelten Architekturen.
Fokus auf Retail Media & Computer Vision
Qompose positioniert sich gezielt auch im wachsenden Retail-Media-Markt. Navori integriert einen vollständigen Advertising-Stack inklusive neuem Ad-Server mit zielbasierter Kampagnensteuerung und Share-of-Voice-Funktionalitäten.
Im Unterschied zu Wettbewerbern setzt Navori auf ein Lizenzmodell statt Umsatzbeteiligung – ein wichtiger Faktor für Partner, die ihre Monetarisierung selbst steuern wollen.
Kontinuität für Bestandskunden
Trotz umfassender Neuentwicklung bleiben zentrale Funktionen aus dem Signagelive-Umfeld erhalten. Dazu gehört etwa Data Sync, künftig unter dem Namen Navori Link, zur Integration von Drittsystemen und Marktplätzen.
Diese Kontinuität ist entscheidend für Bestandskunden, die ihre bestehenden Workflows und Integrationen weiter nutzen wollen.
Navori plant den breiten Marktstart von Qompose für das vierte Quartal 2026. Bestehende Kunden erhalten vorab Zugang, um frühzeitig auf die neue Plattform zu migrieren.
invidis Jahreskommentar 2025/2026: Jeffrey Weitzman | Navori Labs

