Wer heute ein Produkt kaufen will, informiert sich nicht erst im Shop, sondern längst woanders: auf Social-Media-Plattformen, in Suchmaschinen, zunehmend in Large Language Models.
Der eigentliche Kauf vollzieht sich aber – je nach Produkt und Zielgruppe – wieder vermehrt offline. Gerade die GenZ zieht es wieder in die Stores. Doch mit Polykrise, Inflation und abwartendem Konsumverhalten wird jeder Euro wohlüberlegt investiert.
Digital Signage & Retail Media müssen mehr leisten
Das wirkt sich auf die Retail-Flächen aus: Weil sie kleiner werden, müssen sie optimal ausgenutzt werden. Das bedeutet: Auch Digital Signage und Retail Media müssen mehr leisten.
Es reicht nicht, den Store nur digital zu dekorieren. Displays müssen Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts werden.
Quadratmeter werden wichtiger
Zwei Veranstaltungen in Köln machten das zuletzt deutlich. P.O.S. The Instore Experience brachte Entscheider aus Handel, Marke und Technologie zusammen. Dazu gab es vier Expertenvorträgen zu Retail-Trends, Flächenkonzeption und neuen Touchpoints.
Was die vier Vorträge dabei verband: Quadratmeter gewinnen an Gewicht. Der Grund: Es gibt weniger und deshalb zählt jeder einzelne mehr.
Einen Tag danach war beim Connect Circle von Dimedis Commerce Media als strukturelle Frage zentral. 120 Experten aus Retail und Messe diskutierten dort, wie Commerce Media ins Portfolio wächst, welche Rolle AI in Workflows und Softwareentwicklung spielt — und ob die Branche schnell genug reagiert.
Konzept, Content und Commerce
Beide Events kreisten um dieselbe These, nur aus verschiedenen Blickwinkeln. Somit stellte die Branche die Diagnose. Was noch fehlt: schnelle Maßnahmen, die eine Therapie einleiten.
Die physische Fläche gewinnt an Gewicht, nicht weil mehr davon entsteht, sondern weil jeder Quadratmeter stärker bespielt und präziser ausgerichtet werden muss. Die Frage ist weniger ob, sondern wie schnell Konzept, Content und Commerce Media zusammenwachsen.

