Anzeige
Zetadisplay Q1

Verhaltener Start, starke Pipeline

Zetadisplay verzeichnete im ersten Quartal einen leichten Umsatzrückgang und vollzog zugleich den dritten CEO-Wechsel innerhalb von weniger als zwei Jahren. Neue Großaufträge im DooH und Retail Media zeigen jedoch, dass das Unternehmen im nordischen Markt weiterhin auf stabilemKursist.
Zetadisplay meldet einen Umsatzrückgang im ersten Quartal. (Foto: ZetaDisplay)
Zetadisplay meldet einen Umsatzrückgang im ersten Quartal. (Foto: ZetaDisplay)

Zetadisplay startete mit leichtem Umsatzrückgang in 2026, konnte seine Profitabilität jedoch steigern. Der europäische Digital Signage-Integrator setzt zunehmend auf Enterprise-Projekte sowie auf wiederkehrende Einnahmen aus Software und Services.

Im ersten Quartal erzielte Zetadisplay einen Umsatz von 141,9 Mio. SEK (13,1 Mio. Euro). Das entspricht einem Rückgang von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 159,6 Mio. SEK (14,8 Mio. Euro). Als Hauptgrund nennt das Unternehmen geringere Auftragsvolumina eines internationalen Kunden, der sich derzeit in einer Restrukturierungsphase befindet. Rund ein Drittel des Rückgangs ist laut Zetadisplay auf Wechselkurseffekte zurückzuführen.

Die wiederkehrenden Umsätze beliefen sich auf 62,8 Mio. SEK (5,8 Mio. Euro) und lagen damit 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte blieben die jährlich wiederkehrenden Erlöse jedoch stabil. Ihr Anteil am Gesamtumsatz stieg von 41,0 auf 44,3 Prozent.

Zetadisplay-CEO: Klare Strategie, fokussierter Kurs

Trotz des niedrigeren Umsatzes verbesserte sich die Ertragslage. Die Bruttomarge erhöhte sich von 56,4 auf 59,0 Prozent, was vor allem auf den höheren Anteil wiederkehrender Umsätze zurückzuführen ist. Das EBITDA vor Restrukturierungskosten stieg um 22 Prozent auf 15,5 Mio. SEK (1,4 Mio. Euro). Grundlage dafür waren Effizienzsteigerungen und eine konsequente Kostenkontrolle.

Das Betriebsergebnis (EBIT) blieb mit -4,0 Mio. SEK (370.000 Euro) zwar negativ, fiel jedoch besser aus als im Vorjahresquartal (-4,9 Mio. SEK). Der Nettoverlust erhöhte sich dagegen von -15,8 Mio. SEK (-1,46 Mio. Euro) auf -21,4 Mio. SEK (-1,98 Mio. Euro). Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Finanzierungskosten für die Unternehmensanleihe sowie Währungseffekte.

Ausbau der LG-Partnerschaft

Im Berichtsquartal weitete Zetadisplay seine Zusammenarbeit mit LG Electronics aus. Künftig wird das CMS Engage Suite auf professionellen LG-Displays vorinstalliert. Dadurch sollen Digital Signage-Projekte schneller umgesetzt und der Installationsaufwand reduziert werden.

Zusätzlich erhielt das Unternehmen von seinem Eigentümer Hanover Investors eine Kapitalzufuhr in Höhe von 37,1 Mio. SEK (3,43 Mio. Euro).

Neue Großaufträge in Norwegen

Nach Quartalsende konnte Zetadisplay zwei wichtige Aufträge in Norwegen gewinnen. Die staatliche Bahngesellschaft Vy Group beauftragte das Unternehmen mit der Einführung einer Medienplattform auf rund 1.400 Displays in 135 Zügen.

Auch die Zusammenarbeit mit Coop Norway wird ausgebaut. Nach einer erfolgreichen Testphase startet nun die breitere Einführung eines Retail-Media-Netzwerks in den Filialen des Handelsunternehmens.

Der neue CEO Daniel Nergård sieht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Lösungen in den Bereichen Retail Media, Commerce Media und DooH. Mehrere größere Kundenprojekte sollen in den kommenden Quartalen in die Rollout-Phase übergehen.

Positive Erwartungen für das zweite Halbjahr

Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnet Zetadisplay mit Rückenwind durch neue Großaufträge und eine gut gefüllte Projektpipeline. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Profitabilität durch den weiteren Ausbau des Software- und Servicegeschäfts sowie durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen weiter verbessern.