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Südafrika

Das Digital Signage-Tor zu Afrika

Johannesburg | Afrika entwickelt sich zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte für Digital Signage – jung, schnell wachsend und für internationale Marken zunehmend attraktiv. Doch in vielen Märkten macht die unzuverlässige Stromversorgung die Installation, den Betrieb und den Service zu einer Herausforderung, die lokales Fachwissen erfordert.

Johannesburg - einer der wichtigsten Business Hubs Afrikas (Foto: Maxwell O Shea/Unsplash)
Johannesburg – einer der wichtigsten Business Hubs Afrikas (Foto: Maxwell O Shea/Unsplash)

Afrika ist eine der dynamischsten Wachstumsregionen auf dem Globus. Die demografische Entwicklung des Kontinents verändert die globalen Märkte: Nach Angaben des IWF wird die Bevölkerung Afrikas bis 2050 voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Menschen erreichen, wobei die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schneller wachsen wird als jede andere Altersgruppe. Für den Einzelhandel, die Telekommunikationsbranche, das Bankwesen und Konsumgütermarken ergibt sich daraus ein enormes langfristiges Potenzial – und damit eine wachsende Nachfrage nach professionellen digitalen Unternehmensdienstleistungen und Digital Signage.

Südafrika spielt bei dieser Entwicklung eine besondere Rolle. Es ist nach wie vor das etablierteste Wirtschaftszentrum des Kontinents und für viele internationale Unternehmen ein wichtiger Eintrittspunkt. Globale Marken steuern ihr Afrika-Geschäft oft von Johannesburg oder Kapstadt aus, während südafrikanische Konzerne wie MTN und Vodacom sich auf dem gesamten Kontinent eine starke Position aufgebaut haben.

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Für Digital Signage-Integratoren machen diese Faktoren Südafrika sowohl zu einem eigenständigen Markt als auch zu einer Startrampe für Projekte über seine Grenzen hinaus.

Herausforderung Strom

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Digital Signage in Afrika nicht grundlegend vom Rest der Welt. Kunden legen den Fokus auf Capex, digitale Konzepte werden noch allzu oft getrennt von der Architektur geplant, und messbare Ziele fehlen häufig. So weit, so bekannt. Doch in weiten Teilen Subsahara-Afrikas verändert ein entscheidender Faktor alles: Eine zuverlässige Stromversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. Stromausfälle wirken sich auf alle Ebenen eines Digital Signage-Netzwerks aus: Verfügbarkeit, Hardware-Stabilität, Konnektivität, Service und Wartung.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur hatten im Jahr 2023 rund 600 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika noch immer keinen Zugang zu Strom. Selbst dort, wo ein Netzanschluss besteht, kann die Versorgungssicherheit von Land zu Land, von Stadt zu Stadt und von Standort zu Standort erheblich variieren. Telekommunikationsbetreiber veranschaulichen das Ausmaß der Herausforderung. In Nigeria sind Dieselgeneratoren an Mobilfunkmasten oft unverzichtbar, um den Netzbetrieb während Stromausfällen aufrechtzuerhalten.

Generator von KFC in Johannesburg (Foto: invidis)
Generator von KFC in Johannesburg (Foto: invidis)

Auch batteriebasierte Notstromkonzepte haben sich nicht immer als praktikabel erwiesen: In einigen Märkten wurden Batteriespeichern auf dem Schwarzmarkt so begehrt, dass sie von den Standorten weggestohlen wurden. Die Folge ist eine Rückkehr zum Diesel – teuer, wartungsintensiv und umweltschädlich.

Südafrika und Load Shedding

Südafrika hat zudem seit langem mit Load Shedding zu kämpfen – planmäßigen Stromabschaltungen, die einen vollständigen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes verhindern sollen. Obwohl sich die Lage im Vergleich zu den Jahren der schweren Krise verbessert hat, bleibt das zugrunde liegende Problem für Unternehmen gleich: Energiesicherheit ist immer noch ein Planungsfaktor und keine Selbstverständlichkeit. Für Einzelhändler, Banken, Flughäfen, Schnellrestaurants und öffentliche Einrichtungen verändert dies die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für digitale Kontaktpunkte.

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Ein schwarzes Display ist mehr als nur eine vorübergehende Störung; er untergräbt das Kundenerlebnis, den Werbewert und das Vertrauen in den Betrieb. In Retail-Media-Netzwerken kann jede Stunde, in der die Systeme offline sind, auch den Verlust der Kampagnenauslieferung bedeuten.

Lokales Know-how unverzichtbar

Für globale Marken und internationale Markteinführungen sind erfahrene lokale Integratoren unverzichtbar. Sie wissen, wie man Digital Signage-Konzepte an die lokalen Marktgegebenheiten anpasst und wie man Installation und Service vor Ort gewährleistet. Südafrikanische Integratoren sind hierfür besonders gut aufgestellt: Sie vereinen regionale Erfahrung, eine englischsprachige Geschäftskultur, ein verlässliches rechtliches Umfeld, eine für Europa günstige Zeitzone und vergleichsweise niedrige Personalkosten.

Diese Kombination macht Südafrika zu mehr als nur einem heimischen Digital-Signage-Markt. Es ist ein Tor zu Afrika – und zunehmend auch eine Quelle für Fachwissen bei Projekten über den Kontinent hinaus. Für alle, die Digital-Signage-Netzwerke in Schwellenländern planen, lohnt es sich, den Blick nach Süden zu richten.

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