Diese Woche gab der DS-Integrator Zetadisplay die Übernahme des in Berlin ansässigen Unternehmens Retailmediatools bekannt, eines Ad-Tech-Spezialisten, der sich auf den Betrieb und die Monetarisierung von Retail Media konzentriert. Im invidis-Interview erklärt Zetadisplay-CEO Daniel Nergård, dass die Übernahme eine wichtige Lücke im Angebot des Unternehmens schließe: „Wir verfügen über mehr als 125.000 Displays und fügen nun eine Orchestrierungsplattform hinzu. Durch die Übernahme von Retailmediatools befindet sich Zetadisplay in einer einzigartigen Position, um Einzelhandelskunden europaweit zu bedienen.“
Die Übernahme baut auf einer bestehenden Beziehung auf. Zetadisplay und Retailmediatools haben bereits bei Kundenprojekten zusammengearbeitet. „Unsere Kunden erkennen den Nutzen des kombinierten Angebots, da wir bereits erste Proof-of-Concepts vorweisen können“, sagt Daniel Nergård.
Unabhängiges Agieren
Retailmediatools wird weiterhin eigenständig agieren. Kunden müssen die CMS-Plattform von Zetadisplay nicht übernehmen. Gleichzeitig sieht Zetadisplay klare Vorteile darin, den Ad-Tech-Stack von RMT künftig mit der eigenen Content-Management-Plattform zu verknüpfen.
Durch die Kombination werden Digital-Signage-Infrastruktur, Content-Management, Retail-Media-Orchestrierung und Werbetechnologie in einem einzigen Ökosystem vereint. Da Einzelhändler ihr Mediengeschäft ausbauen, wächst die Nachfrage nach integrierten Lösungen weiter.
DACH bleibt eine Priorität
Die Übernahme stärkt zudem die Position von Zetadisplay auf dem deutschsprachigen Markt. „Diese Übernahme ist für uns ein weitere Schritt zur Stärkung unseres DACH-Geschäfts“, sagt Daniel Nergård.
Dieser Schritt folgt auf Führungswechsel in Deutschland, Österreich und Großbritannien, wodurch eine stärkere Grundlage für zukünftiges Wachstum geschaffen wurde.
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Die Wachstumsstrategie des Unternehmens konzentriert sich insbesondere auf ebendiese Regionen: DACH und Großbritannien. Beide Märkte zählen zu den wettbewerbsintensivsten Digital-Signage-Umfeldern Europas und stehen weiterhin im Mittelpunkt der Expansionspläne von Zetadisplay.
Retail Media rückt nach oben auf der Agenda
Retail Media bleibt eines der Hauptthemen in Gesprächen mit Kunden. Einzelhändler betrachten Instore-Medien zunehmend als Teil einer umfassenderen Omnichannel-Monetarisierungsstrategie. Die Frage ist nicht mehr, ob physische Geschäfte in Retail-Media-Netzwerke gehören. Der Fokus hat sich auf Betriebsmodelle und Technologie verlagert.
„Große Einzelhändler wollen die volle Kontrolle über ihr Retail-Media-Netzwerk haben, während kleinere Einzelhändler es vorziehen, diese Aufgabe an RMN-Experten auszulagern“, sagt der Zetadisplay-CEO. Das Unternehmen will beide Modelle abdecken.
Im Roll-out-Modus
Insgesamt sieht Daniel Nergård Zetadisplay auf einem sehr guten Weg, sehr viele Projekte werden gerade ausgeführt. „Wir sind voll und ganz mit Roll-outs beschäftigt.“
Laut dem CEO werden mehrere in den letzten Monaten unterzeichnete Großaufträge von Unternehmenskunden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 zum Umsatz beitragen.
Das Wachstum kehrt zurück
Zetadisplay war damit beschäftigt, Akquisitionen zu integrieren und Teile des Geschäfts umzustrukturieren. Daniel Nergård ist überzeugt, dass diese Bemühungen nun Ergebnisse zeigen. „In diesem Jahr 2026 werden wir im Vergleich zu 2025 ein gutes Wachstum verzeichnen“, sagte er. „Unser Fokus auf Unternehmenskunden, Retail Media sowie die DACH-Region und Großbritannien trägt Früchte.“
Ein entscheidender Faktor war der Gewinn von zwei großen Einzelhandelsprojekten in Skandinavien. Laut Daniel Nergård haben diese Projekte die Sichtbarkeit auf dem Markt erhöht und zusätzliches Interesse bei großen Einzelhändlern geweckt.
Das Ergebnis ist eine gut gefüllte Projektpipeline und eine wachsende Zahl von Implementierungen in ganz Europa.

