Manuel Kirchesch will LED langweilig machen. Der Slogan ist bewusst gewählt, denn: „In vielen Köpfen gilt LED noch als kompliziert und riskant“, sagt der Business Development Manager von Viewsonic.
Der Grund lag lange darin, dass verlässliche Planer fehlten, die korrekte Angaben zu Statik, Strom, Klima und Installationszeit machen. Probleme fielen dann oft erst auf der Baustelle auf. Manuel Kirchesch berichtet von Missverständnissen, wo die Zeitpläne der Architekten, Logisitikzentren und Installateuren nicht übereinstimmten.
Technik soll nicht auffallen
Gelungene LED-Integration beginnt deshalb vor der Montage, damit sie im fertigen Raum kaum auffällt. So ist es auch im neuen Solutions Hub von Viewsonic in London. Dort ist die Technik zwar präsent, aber eingebunden. „Wir wollten nicht ein weiterer blinkender Showroom sein“, sagt Manuel Kirchesch.
Integration, die durchdacht ist, und Technologien, die im Hintergrund arbeiten, sind für Manuel Kirchesch somit zentral. Das bestätige auch ein wachsendes LED-Segment bei Viewsonic, das vor allem in Westeuropa Erfolge verzeichnet.
Neue Aufgaben ab 2027
Das führt auch dazu, dass sich Manuel Kircheschs Aufgabenbereich erweitert. Im Juli 2025 war er als Business Development Manager für die DACH-Region zu Viewsonic gewechselt. „Mit dem Erfolg in der Region DACH hat man mir angeboten, die Weiterentwicklung des gesamteuropäischen Teams für die nächsten Jahre des LED-Wachstums zu übernehmen.“ Seine neue Rolle hat somit den Titel Business Development Manager dvLED Products & Solutions Europe. „Wir wissen alle, was ich zu tun habe“, sagt er. Die neue Aufgabe tritt Manuel Kirchesch im Januar 2027 an.

Im LED-Geschäft setzt Viewsonic vor allem auf vorkonfigurierte All-in-One-Wände. „Der All-in-One-Ansatz von Viewsonic ist, dass alles, was zum nachhaltigen Betrieb einer LED-Wand notwendig ist, von der Montage über die gesamte Lebenszeit im Lieferumfang enthalten ist“, sagt Manuel Kirchesch. Dazu zählen laut Hersteller auch Werkzeug und Ersatzteile.
Planbar soll aber nicht nur die Installation sein, sondern auch die Lieferung. Kunden lassen sich laut Manuel Kirchesch oft lange Zeit, bevor final entschieden wird. „Dann heißt es plötzlich: Ich brauche das in drei Wochen.“
Seeweg dauert, Luftweg kostet
Mit Ware aus Asien sei das kaum zu schaffen, auch weil die Seefracht wegen des Umwegs um Afrika länger dauert. Eine Luftfracht koste zudem inzwischen zehn bis vierzehn US-Dollar pro Kilogramm statt früher drei bis fünf.
Wenn Lieferung stockt, befüllt man das Lager – und das macht Viewsonic in den Niederlanden. Bis Anfang Dezember sollen somit über 300 vorkonfigurierte LED-Wände bereitstehen, während der Hersteller frei konfigurierte Wände weiterhin auf Bestellung fertigt.

Neben der Wachstumsstrategie und gefüllten Lagern erweitert Viewsonic auch sein Personal. Ab 2027 baut der Hersteller sein Team um mehrere Field Application Engineers aus. Das sind technische Berater im Außendienst, die jedoch nicht im Support angesiedelt sind. In ganz Westeuropa sollen sie Partner schulen und zertifizieren, Kunden besuchen und Projekte technisch bewerten.
Keine LED-Überraschungen mehr
Auch das Netz von Solutions Hubs soll wachsen. Welcher Standort genau nach London auf dem europäischen Festland folgt, entscheide sich ebenfalls 2007. Bis dahin will Manuel Kirchesch seine Projekte weiterhin langweilig halten – selbstverständlich mit der genauen Definition davon, was langweilig bedeutet: „Keine Überraschung bei der Planung, keine bei der Installation, keine bei der Abnahme und keine über die Laufzeit.“
Damit wird LED zu dem, was alltägliche Technologie längst ist: Infrastruktur, die man bestellt, installiert und dann vergisst.

