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Volta

Investoren lieben DooH-Ladesäulen

Viele DooH-Netzwerkbetreiber, Energieversorge und Start-ups haben schon probiert, DooH und Ladesäulen zu kombinieren. Doch der wirtschaftliche Erfolg blieb bisher aus. Der Pionier Volta schaffte es, Investoren zu überzeugen – nun geht das Unternehmen mit einer 2 Milliarden Bewertung an die Börse.
Volta integriert DooH und Ladesäulen (Foto: Volta)
Volta integriert DooH und Ladesäulen (Foto: Volta)

Volta betreibt in den USA landesweit 1.300 Ladesäulen mit integrierten DooH-Displays. Die Touchpoints stehen in der Regel auf den Parkplätzen von Shopping Centern, vor Supermärkten oder anderen höher frequentierten Standorten. Die Nutzung der Ladeinfrastruktur ist für Kunden bisher kostenlos, die Kosten werden vom Standortbetreiber getragen und zusätzlich mit Werbeeinahmen von Volta refinanziert.

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Nun geht das DooH-Startup aus Kalifornien mit einem Reverse-Takeover an die Börse. Dazu nutzt Volta den Firmenmantel (SPAC – Special Purpose Acquisition Company) der bereits börsennotierten Tortoise Acquisition Corp. II. Nach erfolgreichen Abschluss des Zusammenschlusses firmiert das Unternehmen als Volta mit einer Unternehmensbewertung von 2 Milliarden USD bei einem geplanten Umsatz von 47 Mio. USD in 2021.

Die Unternehmen hoffen, mit der Transaktion 600 Mio. USD einzunehmen, die in den Ausbau des DooH-Netzes fließen sollen. Erst vor wenigen Wochen hatte Volta in einer weiteren Finanzierungsrunde 125 Mio. USD einsammeln können.

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Inwieweit der Business Case wirklich trägt, bleibt abzuwarten. Bisher sind DooH-basierte Ladesäulen mangels Sichtbarkeit und Frequenz noch kein ausgesprochener Liebling der Werbetreibenden. Volta setzt auf das veränderte Verhaltensmuster von EV-Fahrern: „Wir fahren nicht mehr zum Tanken, sondern wir laden auf (tanken) wo immer wir hingehen.“

Gegenwärtig erzielt Volta Einnahmen primär mit staatlichen Subventionsmaßnahmen für den Aufbau einer öffentlichen Ladeninfrastruktur, Sonderzahlungen aus CO2-Strafzahlungen etc – Zahlungsströme die bisher noch unabhängig von der Nutzungsrate und Frequenz der Touchpoints sind.