Anzeige
Trison

Neue Aufträge für ein starkes 2026

Länderübergreifende Erfolge, strategische Übernahmen und neue globale Hubs: 2025 mag Trisons Wachstum im Vergleich zu 2024 verlangsamt haben, doch für CEO Alberto Caceres war es ein entscheidendes Jahr. Mit invidis teilt er seine Strategie für den weiteren Weg des größten europäischen Digital Signage-Integrators.
Alberto Caceres, CEO bei Trison, sieht das Unternehmen für 2026 gut aufgestellt. (Foto: Trison)
Alberto Caceres, CEO bei Trison, sieht das Unternehmen für 2026 gut aufgestellt. (Foto: Trison)

Für Europas Digital Signage-Branche verlief 2025 anders, als viele erwartet hatten. Die erste Jahreshälfte stand im Schatten von Unsicherheiten und Verzögerungen, die durch neu eingeführte Trump-Zölle verursacht wurden und internationale Rollouts in mehreren Schlüsselmärkten verlangsamten. Je globaler der Kundenstamm, desto größer die Störungen – und als Europas international am stärksten positionierter Digital Signage-Integrator gehörte Trison zu den Unternehmen, die diesen geopolitischen Gegenwind am deutlichsten zu spüren bekamen.

Anfang des Jahres, vor der ISE 2026, sprach invidis mit CEO Alberto Caceres darüber, wie sich das Jahr entwickelte, warum die vorübergehende Verlangsamung nicht die zugrunde liegende Dynamik des Unternehmens widerspiegelt und wie 2026 zu einem Meilensteinjahr werden könnte.

Große Marken verschoben Rollouts

Trisons organisches Wachstum blieb 2025 im einstelligen Bereich – ein spürbarer Rückgang gegenüber dem starken Vorjahr, als das Unternehmen erstmals die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro überschritt. Das moderate Wachstum war nicht das Ergebnis schwacher Nachfrage, sondern die Folge verschobener Rollouts, insbesondere im Einzelhandel und in der Automobilbranche, wo multinationale Marken Installationen verzögerten, bis sich zollbedingte Unsicherheiten klärten.

Fünf große Verträge gesichert

Hinter dem gedämpften Umsatzwachstum verzeichnete Trison jedoch eines seiner stärksten Jahre in der Geschäftsentwicklung. Der Integrator gewann fünf große länderübergreifende Verträge in den Bereichen Retail, Automotive und Enterprise. Zwei dieser großangelegten Projekte haben ihren Sitz in Nordamerika, und eines ist als vollständiges End-to-End-Managed-Services-Engagement strukturiert – eine bemerkenswerte Leistung für einen europäischen Player, der in einem hart umkämpften nordamerikanischen Markt agiert.

Zero-In: Trison übernimmt USA-Integrator

Für Alberto Caceres bestätigen diese Erfolge die Strategie, die zahlreichen Übernahmen der vergangenen Jahre zu einer einheitlichen globalen Organisation zu integrieren. Er stellt fest, dass Trisons grenzüberschreitendes Betriebsmodell nun vollständig verankert ist und messbare Wettbewerbsvorteile liefert.

Da die neuen Projekte erst 2026 Umsatz generieren, wird erwartet, dass das kommende Jahr Trisons Rückkehr zu zweistelligem Wachstum markiert – was den Gesamtmarkt deutlich übertreffen würde.

Integration zweier Übernahmen

Während 2025 vorübergehende Herausforderungen brachte, war es gleichzeitig ein Jahr strategischer Expansion. Trison stärkte seine Präsenz in zwei Schlüsselregionen durch Übernahmen: Zero-In in den USA zu Jahresbeginn und Pioneer in Großbritannien zum Jahresende. Pioneer wurde inzwischen unter der Leitung von Peter Critchley in Trison UK integriert, während Zero-In Trison erstmals eine vollständige Integrations- und Service-Kapazität in Nordamerika verschafft – ein wichtiger Schritt im Bestreben des Unternehmens, als wirklich globaler Integrator zu agieren. Alberto Caceres beschreibt beide Teams als hochkompetente Ergänzungen, die Trisons Tiefe und Ausführungskraft in ihren jeweiligen Regionen stärken.

M&A: Trison übernimmt Pioneer

Über Übernahmen hinaus erweiterte Trison seine direkte globale Präsenz auch mit neuen Einheiten in Benelux und Indien. Die indische Organisation ist nicht nur als Rollout-Hub konzipiert, sondern als vollwertige Marktoperation. Das Team hat bereits erste lokale Kunden gewonnen und wird eine zunehmend strategische Rolle im internationalen Liefernetzwerk des Unternehmens spielen.

Starke APAC-Performance

Die Marktdynamik war regional uneinheitlich. Trison sah sich, wie viele globale Integratoren, mit Investitionsverlangsamungen in ausgewählten Regionen konfrontiert, insbesondere im Nahen Osten und im chinesischen Festland, wo mehrere große westliche Marken mit neuen Rollouts zurückhielten. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die breitere APAC-Region stark, wobei Japan und Korea als Lichtblicke hervortraten.

Alberto Caceres erwartet, dass 2026 ein „exzellentes Jahr“ für das Unternehmen wird, das durch robustes zweistelliges Wachstum gekennzeichnet sein wird. Die Pipeline ist stark in den 2025-Erfolgsbereichen Einzelhandel, Automotive und Enterprise, mit zusätzlichem Momentum aus den Sektoren DooH, Stadien und QSR. Die USA – der weltweit größte Digital Signage-Markt – werden ein besonderer Fokus sein.

Trison sieht sich nun einem komplexen Wettbewerbsumfeld gegenüber, das hyperlokale Integratoren, nationale Spezialisten ähnlich dem eigenen Modell von Trison und IT-Service-Konglomeraten mit Milliardenumsätzen umfasst, bei denen Signage nur eines von vielen Angeboten ist. Dennoch glaubt Alberto Caceres, dass Trisons globale Ausführungskompetenz, ein einheitliches Betriebsmodell und erweiterte US-Präsenz dem Unternehmen einen klaren Vorteil und ein glaubwürdiges „Right to Win“ verschaffen.