Anzeige
Zetadisplay-CEO

Klare Strategie, fokussierter Kurs

Zetadisplay startete mit einem strategischen Fokus in das Jahr 2026: Die Positionierung als End-to-End-Anbieter von Digital Signage wird weiter gestärkt – auch unter dem neuen CEO Daniel Nergård, der nun Enterprise-Kunden ins Visier nehmen will.
Nach einem halben Jahr an der Spitze von Zetadisplay berichtet Daniel Nergård invidis über seine strategischen Prioritäten. (Foto: ZetaDisplay)
Nach einem halben Jahr an der Spitze von Zetadisplay berichtet Daniel Nergård invidis über seine strategischen Prioritäten. (Foto: ZetaDisplay)

Daniel Nergård, der im September zu Zetadisplay stieß, ist bereits der dritte CEO innerhalb von weniger als drei Jahren. „2025 war ein Jahr des Wandels für das Unternehmen, nicht zuletzt durch den Führungswechsel“, so Daniel Nergård. Sein Vorgänger, Anders Olin, hatte die multinationale Gruppe neu ausgerichtet, indem er die operativen Abläufe zentralisierte, den Hauptsitz in die Innenstadt von Malmö verlegte, die Prozesse über die Tochtergesellschaften hinweg vereinheitlichte und einen globalen Servicekatalog einführte.

Diese Maßnahmen machen sich nun bemerkbar. Die klare Struktur und der starke kommerzielle Fokus spiegelten sich gegen Ende 2025 in den kürzlich veröffentlichten Zahlen wider: Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 61,6 Millionen Euro und wuchs damit stärker als der Markt.

invidis Jahreskommentar 2025/2026: Daniel Nergard | Zetadisplay

Für Daniel Nergård ist die Richtung jetzt eindeutig: „Ich habe eine Organisation übernommen, die bereits gut strukturiert ist und über eine solide Go-to-Market-Strategie verfügt. Nun werden wir unsere Geschwindigkeit und Energie noch weiter steigern. Unsere Pipeline für 2026 sieht sehr vielversprechend aus.“

Zetadisplay, mit mehr als 240 Mitarbeitenden in ganz Europa, konzentriert sich klar auf seine Positionierung als Full-Service-Integrator mit einer eigenen CMS-Plattform namens Engage Suite. „Wir übernehmen Verantwortung für alle Aspekte – dafür ist eine marktführende Software-Architektur notwendig, besonders wenn wir fortgeschrittene Anwendungsfälle wie In-Store-Retail-Media skalieren“, betont der CEO.

Fokus auf globale Unternehmen

Zetadisplay wird weiterhin große, internationale Unternehmenskunden priorisieren, bei denen die Erwartung an End-to-End-Verantwortung am größten ist. Die bisherigen Erfolge des Integrators bestätigen diesen Ansatz: Zetadisplay hat globale Digital Signage-Konzepte für langjährige Enterprise-Kunden umgesetzt, darunter der bekannte schwedische Möbelhändler.

Nordische Märkte: Klarheit als Wettbewerbsvorteil

In seinen nordischen Heimatmärkten sieht Zetadisplay strategische Vorteile dank der klaren Geschäftsmodell-Positionierung – nicht nur Hardware oder isolierte Software zu verkaufen, sondern ganzheitliche Lösungen zu liefern. Daniel Nergård hebt dabei Managed Services als den „Sweet Spot“ des Unternehmens hervor: Betrieb, Überwachung und Wartung von Netzwerken im Auftrag der Kunden. Die Engage Suite, ein leistungsfähiges CMS mit Remote-Device-Management, ist dafür unverzichtbar.

Der CMS-Markt bleibt stark fragmentiert, mit Tausenden von Plattformen, die um Aufmerksamkeit konkurrieren. Zetadisplay differenziert sich durch eine benutzerfreundliche Oberfläche, einen offenen Tech-Stack und Workflows, die speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmenskunden zugeschnitten sind. „Der CMS-Workflow ist für unsere Kunden absolut entscheidend“, so Daniel Nergård.

Skalierung über Partner und Vorinstallation

Außerhalb der Kernregionen passte Zetadisplay seine Go-to-Market-Strategie an. In Regionen wie Südafrika und Osteuropa setzt das Unternehmen auf Channel-Partner, die die Engage Suite weiterverkaufen. Auch die Partnerschaften mit Hardware-Herstellern werden ausgebaut: Kürzlich vertiefte Zetadisplay die Zusammenarbeit mit LG, indem Hardware nun vorinstalliert mit der Engage Suite ausgeliefert wird. Aktuell laufen bereits 125.000 Geräte auf der in Malmö entwickelten Plattform – eine Zahl, die durch OEM-Integration weiter steigen soll.

M&A: bauen, kaufen, expandieren

Organisches Wachstum bleibt die Priorität, doch Zetadisplay sondiert weiterhin den Markt nach Übernahmemöglichkeiten. Deutschland ist ein besonders interessantes strategisches Ziel. Nach der Ablösung des lokalen Managements und dem Aufbau einer skalierbaren Organisation Ende 2025 sieht Daniel Nergård hier Möglichkeiten für anorganisches Wachstum, um die Marktdurchdringung zu beschleunigen.

Die übergeordnete Ambition bleibt unverändert: die europäische Präsenz von Zetadisplay ausbauen, lokale Expertise mit einer skalierbaren, einheitlichen Plattform kombinieren. „Europa steht auf unserer Agenda“, bestätigt Daniel Nergård.

M&A: Zetadisplay übernimmt schwedischen Integrator Ubiq