Ikea eröffnete in Ingolstadt die erste Filiale in Deutschland, die dem neuen Konzept des schwedischen Möbelriesen entspricht. Die neuen Stores sollen kompakter, alltagsnaher und zentraler sein.
Klassische Ikea-Einrichtungshäuser stehen als blaue Giganten in den Gewerbegebieten. Auf durchschnittlich 35.000 Quadratmetern werden rund 10.000 Produkte zur direkten Mitnahme angeboten. Ein Einkauf dort will geplant und gut durchdacht sein.
3.700 Produkte auf 3.000 Quadratmetern
Das neue Format hat weit weniger Fläche und Angebot. Der neue Store in Ingolstadt misst rund 3.000 Quadratmeter. Dabei verfügt er über ein Sortiment von knapp 3.700 Produkten – darunter sind Wohnaccessoires, kleine Möbel und Haushaltsartikel. Den Großteil können Kunden auch hier direkt mitnehmen.

Neben Einrichtungsideen zur Inspiration gibt es hier auch persönliche Beratung und Planung. Zudem kann das gesamte Ikea-Sortiment im Store online bestellt werden. Dabei können die Kunden wählen, ob sie es zu einem späteren Zeitpunkt im Laden abholen oder nach Hause geliefert bekommen.
Und vielleicht das Wichtigste: Hotdogs, Kötbullar und Zimtschnecken werden auch angeboten. Für das Småland gab es jedoch wahrscheinlich zu wenig Platz.
Ingolstadt-Store als Teil der Neuausrichtung
Der neue Standort in Ingolstadt startet als Pilotprojekt. Er ist dabei Teil der Neuausrichtung des Möbelriesen. Neben Store-in-Store-Konzepten für bestehende Einrichtungshäuser kündigte der Mutterkonzern Ingka Group einen globalen Strategiewechsel an.
Dabei baut man auch Stellen in der Zentrale ab und will gleichzeitig vermehrt kleinere Filialen eröffnen – wie nun in die Ingolstadt. Ähnliche Stores eröffneten bereits in Stockholm und London.
Laut Ikea sind in den kommenden Monaten zudem Eröffnungen in Spanien, Portugal, Italien, Finnland und Kanada geplant. Der Konzern war schon immer dafür bekannt, permanent nach neuen Formaten zu suchen, die auf die sich verändernden Lebensbedingungen, gerade im urbanen Raum, eingehen.

