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AWK

DooH-Wachstum mit Telekom, Städten und Großflächen

AWK Aussenwerbung, die Nummer zwei im deutschen OooH, will auch in Digital-out-of-Home oben mitspielen. Geschäftsführer Jochen Gutzeit erläutert im invidis-Interview die weiteren Wachstumspläne.
"Wir hatten schon länger eine Partnerschaft mit der Telekom. Somit wusste diese, was wir mitbringen konnten.“ - Jochen Gutzeit, Geschäftsführer der AWK Aussenwerbung (Fotos: awk)
„Wir hatten schon länger eine Partnerschaft mit der Telekom. Somit wusste diese, was wir mitbringen konnten.“ – Jochen Gutzeit, Geschäftsführer der AWK Aussenwerbung (Fotos: awk)

In den Schlagzeilen: Diese Phrase hat man bisher eher nicht mit dem traditionsreichen Außenwerber AWK Aussenwerbung in Verbindung gebracht. Doch hat das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Koblenz in den zurückliegenden Monaten deutlich auf sich aufmerksam gemacht – allerdings durchgehend mit positiven News.

Allem voran eine der großen Außenwerbenews in diesem Jahr: Die Deutsche Telekom und AWK starteten gemeinsam ein neues DooH–Netz mit LED-Screens an Schaltschränken. Dabei übernimmt AWK die direkte IO-Vermarktung, während bei der Telekom die Programmatic-Seite liegt.

Neues DooH-Netz der Telekom: AWK ist Vermarktungspartner

Jochen Gutzeit, Geschäftsführer bei AWK Aussenwerbung, beschreibt, wie es zu dieser Konstellation gekommen ist: „Wir hatten schon länger eine Partnerschaft mit der Telekom. Somit wusste diese, was wir mitbringen konnten.“ Hierzu zählt er vor allem die gute Vernetzung mit den Agenturen und der Erfahrungsschatz des 1947 gegründeten Außenwerbers.

Bei OoH die Nummer 2

Das war aber nicht die einzige Nachricht, mit der AWK auf sich aufmerksam gemacht hatte. In letzter Zeit konnten wichtige Städteverträge gesichert werden: Koblenz, Heilbronn, Cottbus, Heidelberg und als Neugewinn Wiesbaden. Mit dem Kauf des Riesenpostervermarkters Poolone hat das Unternehmen zudem im August die letzte Lücke geschlossen, um alle OoH-Segmente im öffentlichen Straßenraum aus einer Hand anbieten zu können.

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Die AWK Aussenwerbung ist ein wenig der Hidden Champion der deutschen OoH-Industrie: Mit rund 55.000 OoH-Flächen ist der Außenwerber in Deutschland die Nummer 2, mit einer nationalen Reichweite von mehr als 72 Prozent. „Unsere Marktposition haben wir uns über viele Jahrzehnte aufgebaut“, sagt Jochen Gutzeit. Neben Großflächen in Metropolen ist das Unternehmen vor allem in Städten bis zu 300.000 Einwohner stark.

Nun will der Außenwerber die nächsten Wachstumsschritte gehen – und sich dabei sichtbar positionieren. Daher hat das Unternehmen auch personell aufgestockt – unter anderem mit dem neuen Bereichsleiter National Sales Daniel Schwing, der von Inovisco kam, sowie der langjährigen Kommunikationschefin des FAW (jetzt BAM) Karin Winter. „Ein Wachstum, wie wir es anstreben, braucht Mitarbeiter mit hoher Kompetenz und Marktvernetzung“, erläutert Jochen Gutzeit. „Das geht nicht nur aus einem selbst heraus, da brauchen wir Leute von außen.“

Doch auch die Nachwuchsgewinnung spielt eine wichtige Rolle in der AWK-Strategie. „Das wird für die Zukunft entscheidend sein“, betont der Geschäftsführer. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 16 Azubis in fünf Ausbildungsberufen. Dieses Potenzial will die AWK größtmöglich nutzen und ist bestrebt, die Nachwuchskräfte nach der Ausbildung in der Breite zu übernehmen.

DooH im Fokus

Vor allem in einer Abteilung hat AWK starken Personalbedarf: Beim Team, das für DooH zuständig ist. Denn die Zusammenarbeit mit der Telekom ist nur ein Aspekt eines größeren Plans: Die Digital-out-of-Home-Präsenz zu stärken und auszubauen. Hierfür beförderte der Außenwerber auch Rolf Bakker in den Geschäftsführerkreis; gemeinsam mit seinem Team soll er die DooH-Infrastruktur des Unternehmens modernisieren. Mit SSP1, Broadsign, Perion, Vistar und Adlocaite sind mittlerweile fünf SSPs an das AWK-Netz angeschlossen.

Noch ist DooH im Portfolio ein kleiner Teil: Die Anzahl der Screens – digitale Großflächen und DCLPs – beläuft sich bundesweit auf rund 170, hinzu kommen zwei 115 Quadratmeter große LED-Tower in Koblenz sowie die zurzeit 250 LED-Displays in Kooperation mit der Telekom. Doch das soll sich in Zukunft ändern. Für die AWK bedeutet DooH die Zukunft, und dementsprechend will man dieses Thema auch angehen. „Wir wollen DooH schrittweise sinnvoll weiter ausbauen und wirtschaftlich betreiben“, bekräftigt Jochen Gutzeit.

Potenzial in Städteverträgen

Wachsen will man vor allem im LEH-Umfeld und im urbanen Bereich. Und gerade bei den Städteverträgen sieht der AWK-Geschäftsführer viele Möglichkeiten für DooH. Denn die Digitalisierung wird auch von den Städten gewollt. „Das sieht man mittlerweile an den Ausschreibungen.“ Partner wie Koblenz und Heilbronn fragen aktiv nach entsprechenden Lösungen. Gerade der Informationsaspekt ist für die Administrationen interessant: DooH wandelt sich von einem Werbekanal zu einer Kommunikationsplattform, die in Smart-City-Konzepte der Zukunft integriert wird. Ein Beispiel ist die Einbettung der digitalen AWK-Flächen in die Warn-Infrastruktur des Bundes.

AWK-Display am bundesweiten Warntag (Foto: awk)
AWK-Display am bundesweiten Warntag (Foto: awk)

Das ist auch ein Grund, warum die AWK das Content-Angebot kontinuierlich ausweitet. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der ARD, in deren Rahmen journalistische Inhalte wie „Tagesschau“ oder „Sportschau“ auf DooH-Screens ausgespielt werden. Die Integration redaktioneller Inhalte ergänzt bestehende Werbe- und Serviceangebote. „Die Partnerschaft mit der ARD bedeutet uns viel“, sagt Jochen Gutzeit. „Journalistischer Content ist ein hohes Gut. Dadurch, dass wir den Inhalten eine zusätzliche Plattform geben, entsteht ein demokratischer Kommunikationskanal – eine Win-Win-Situation.“

Reichweite im Stadtraum

Somit soll die Digitalisierung des Portfolios zeitnah voranschreiten. Vor allem in der Aufrüstung analoger Roadside-Billboards sieht AWK viel Potenzial. Mit Poolone sollen außerdem digitale Großformate weiter ausgebaut werden. Hinzu kommt das Telekom-Netz, das nach der Testphase kontinuierlich erweitert werden soll. „Hier werden wir viel Reichweite im Stadtraum erlangen“, sagt Jochen Gutzeit. „Wir können das Angebot unterschiedlich strukturieren und schließlich eine Regionalisierung eingehen – immer in Kooperation mit der Telekom.“

Partnerschaft und Vertrauen: Das sind die Assets, die AWK seit Jahrzehnten aufgebaut hat – und die nun mit den neuen Möglichkeiten von DooH eine ideale Verbindung eingehen. Und die noch für die eine oder andere Schlagzeile sorgen könnten.

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