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Deep Dive für Händler

Die großen Retail-Media-Fragen

Retail Media boomt – doch Händler, die ins Werbegeschäft einsteigen wollen, finden dafür kein fertiges Regelwerk. Für den Aufbau des Netzwerks und die Vermarktung der Flächen gibt es verschiedene Strategien. Hier die entscheidenden Fragen.
"Use Digital, Boost Sales!". (Foto: invidis)
„Use Digital, Boost Sales!“. (Foto: invidis)

Retail Media ist eines der dynamischsten Themen der Werbebranche – und gleichzeitig eines der am schwersten zu greifenden. Kaum ein Bereich wächst schneller, kaum einer ist strategisch vielschichtiger. Genau darin liegt die Herausforderung: Retail Media ist kein klar umrissenes Medium, sondern ein Spannungsfeld aus Technologie, Daten und Vermarktung. Wer sich damit beschäftigt, stößt unweigerlich auf eine Reihe grundlegender Fragen. Vier davon stechen besonders hervor:

  1. DooH oder nicht? Inwiefern unterscheiden sich Retail-Media- und DooH-Werbung?
  2. Mieten oder kaufen? Welche Möglichkeiten gibt es beim Netzaufbau?
  3. Offenes oder geschlossenes Netzwerk? Wer darf auf dem Netz werben?
  4. Sensoren – ja oder nein? Wie viel Analytics ist nötig?

Diese Fragen beantworten wir in einem umfassenden Retail-Media-Artikel in unserem invidis Jahrbuch 2026. Antonia Hamberger (mittlerweile Bluefin) setzt sich mit den unterschiedlichen Modellen zum Aufbau eines Retail-Media-Netzwerks auseinander. Laden Sie sich hier das Jahrbuch „NextGen Signage“ herunter (Artikel auf Seite 136).

E-Book zum Download: Das invidis Jahrbuch 2026

Retail Media – warum der Hype?

Retail Media wächst so schnell, weil sich ein einfaches Prinzip aus dem digitalen Handel in die physische Welt überträgt: Wer Traffic generiert, kann ihn verkaufen.

Online-Händler wie Amazon haben vorgemacht, wie stark Werbeeinnahmen zum Geschäftsmodell beitragen können. Ein immer größerer Anteil der Erlöse stammt dort nicht mehr aus dem Verkauf von Produkten, sondern aus Werbung. Genau diese Logik erreicht nun auch den stationären Handel. Durch Digital Signage-Infrastruktur werden aus klassischen Werbeflächen im Laden digitale Screens, die sich an programmatische Werbesysteme anbinden lassen. Aus statischen Plakaten wird flexibel buchbares Inventar.

Für Retailer entsteht dadurch eine neue Einnahmequelle: Sie können ihre bestehenden Flächen zusätzlich monetarisieren, ohne ihr Kerngeschäft zu verändern.

Gleichzeitig steigt der Wert dieser Flächen für Werbetreibende deutlich, wenn sie Zugriff auf First-Party-Daten des Händlers erhalten – etwa aus Transaktionen oder Loyalty-Programmen.

Die Kombination aus physischer Reichweite, digitaler Buchbarkeit und exklusiven Kundendaten erklärt, war um Instore Retail Media derzeit einer der am stärksten wachsenden Werbemärkte ist.