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Warenhauskette

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag

Neue Eigentümer, ein Millionenkredit und Retail Media haben die Wende bislang nicht gebracht. Galeria geht wieder in ein Insolvenzverfahren, die Häuser bleiben offen.
Seiteneigang bei Galeria Karstadt Kaufhof am Marienplatz (Foto: invidis)
Seiteneigang bei Galeria Karstadt Kaufhof am Marienplatz (Foto: invidis)

Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Das berichteten diverse Medien unter Berufung auf die dpa. Für die Warenhauskette ist es das vierte Verfahren seit 2020.

Bereits im April 2026 meldeten mehrere Vermieter ausstehende Mieten. Deshalb lieh sich Galeria 160 Millionen Euro beim US-Finanzierer Gordon Brothers, abgesichert durch die Waren. Im Juli stellte die Geschäftsführung 33 Standorte auf den Prüfstand. Häuser ohne tragfähige Lösung will sie schließen.

83 Standorte bleiben vorerst offen

Die 83 Galeria-Filialen sollen vorerst geöffnet bleiben. Rund 12.000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Laut Galeria soll der Antrag den rechtlichen Rahmen schaffen, um das Unternehmen zu stabilisieren.

Seit Sommer 2024 gehört Galeria dem US-Investor NRDC und der Holding von Bernd Beetz. Die Kette verlegte dabei ihren Sitz von Essen nach Düsseldorf und strich die Namen Karstadt und Kaufhof. Im damaligen Verfahren gab sie mehrere Häuser auf.

Ende 2023 ging die Kette in eine Retail-Media-Offensive. Dabei vermarktet Galeria mit Laya Retail Media rund 1.200 DooH-Screens in den Filialen. Freie Flächen vermietet die Kette zudem an Lidl und Decathlon.

Laut dem Handelsforschungsinstitut EHI sank der Marktanteil der Kauf- und Warenhäuser seit 2020 von 4,2 auf zuletzt 1,2 Prozent.