Digital Signage Pionier Ronni Guggenheim hat heute die Position als CEO beim Schweizer IP-Audio Decoder Spezialisten Barix übernommen. Der Digital Signage Branche war Ronni Guggenheim bis zu seinem Ausscheiden 2012 eng verbunden, sowohl als Präsident von Minicom und später im Aufsichtsrat von ComQI, das durch den Merger von Mincom und Enqii enstand. mehr...
Franchise-Unternehmen begegnet man an allen Ecken: Neben dem Dienstleistungssektor, Gastronomiebetrieben und Händlern gibt es auch Franchisesysteme im Handwerk. Ein Gang durch die Innenstadt reicht - und schon sind Franchiseunternehmen allgegenwärtig. Neben Burger King und San Franciso Coffee Company finden sich eine Reihe weiterer Unternehmen, die man vielleicht zunächst als Filialen einer Kette eingeordnet hätte. Wussten Sie, dass etwa Reno-Schuhe oder Einrichter BoConcept ebenfalls dazugehören? Innerhalb der letzten zehn Jahre wuchs dieser Markt stark. Nach Angaben des Deutschen Franchise-Verbands setzten im Jahr 2012 deutschlandweit rund 73.000 Franchisenehmer mit 546.000 Beschäftigten 61,2 Milliarden Euro um. Marketing mit Vorgaben Zum Wesen des Franchising gehört, dass die Franchisenehmer zwar eigenständige Unternehmer sind - sich aber strikt an Vorgaben des Franchisegebers halten müssen. Das betrifft auch den Bereich Marketing und Werbung. Für Digital Signage-Projekte bedeutet das, dass man nicht irgendwo einen Screen im eigenen Laden aufhängen kann. Bestimmte Plätze sind meist tabu - oder werden nur nach Abstimmung freigegeben. Ein Menueboard oberhalb der Fritteuse etwa. Zudem kann man als Franchisenehmer nicht beliebige Inhalte abspielen. Klar: Für direkte Konkurrenten wirbt man nicht. Aber auch andere Sachen sind oftmals nicht drin: In einer Mc Donald's-Filiale wird kaum je Werbung für den Rewe laufen. Denn dort gibt es ebenfalls Salate und Getränke. Dennoch werden professionelle Displays auch bei Franchisenehmern eingesetzt, vor allem im Bereich Ambient: Musik-Clips etwa animieren zum Verweilen. Und Werbung ist nicht per se außen vor - allerdings laufen auf den Schirmen dann meist regionale Werbespots. Was auch immer ein Franchisenehmer auf seinem Display abspielt: Er hat gegenüber dem Franchisegeber die Verantwortung. Für eine SoC-Installation hat sich auch Bernd Brencher entschieden. Er betreibt als Franchisenehmer in Poing einen Subway. Und wird im Rahmen der von Subway vorgegebenen Richtlinien seinen eigenen Schwerpunkt im Schnellrestaurant setzen. Bald wird sein Subway über zwei nagelneue Professional Displays verfügen.
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Migränepulver Elvira-Apotheke (Foto: TK/ invidis.de)Roman Sparn hat schon einige kommen und gehen gesehen: andere Apotheken - und auch Kunden. Bei letzteren möchte er natürlich, dass sie auch gerne wiederkommen. Denn Apotheken schließen inzwischen reihenweise (siehe unseren Blog-Post davor). Seit 1985 betreibt Sparn eine Apotheke. Eigentlich stimmt das nicht: Sparn führt sie. Zumindest wenn man den genauen Wortlaut der Bestimmungen nimmt. Und davon gibt es einige. Seine Elvira-Apotheke ist seit weniger als einem Jahr am neuen Ort, in der Nymphenburger Straße in München. Zuvor war sie im gleichen Stadtteil, in der namensgebenden Elvirastraße. Ich mache mich per U-Bahn auf den Weg nach Neuhausen, dem Stadtteil, in dem die Elvira liegt. Einfach bis zur Maillingerstraße und aussteigen. Kaum verlasse ich die Wagen der grünen U1-Linie buhlt schon die erste Apotheke um Aufmerksamkeit: ein Plakat in der Station zeigt mir den Weg zur Wappen-Apotheke. Ich wähle den anderen Ausgang. Oben angekommen sehe ich sowohl die Wappen-Apotheke, als auch - auf meiner Straßenseite - eine weitere. Und die Elvira wiederum gegenüber. Eigentlich eine hohe Apothekendichte hier. Die Lage ist nicht schlecht: bewohntes Gebiet, Innenstadt, Geschäfte in Nähe der Apotheke, eine Klinik ist ebenfalls nicht weit. Von draußen erkenne ich die Elvira-Apotheke. Ansonsten ein moderner Schriftzug in Blau und Grün. "Gehört Ihre Apotheke eigentlich zu einer Kette?", frage ich Sparn. Er verneint. Im Übrigen - und das liegt nicht an ihm, sondern an der Vielzahl von (Sprach-)Regeln im Apotheken-Business - gibt es hierzulande keine echten Apotheken-Ketten. Wohl aber Kooperationen oder Verbünde. Und: Jeder Apotheker darf eine Apotheke plus drei Filialen führen. Herr Sparn sagt, dass etwa 40% der Apotheken so geführt werden, wie seine. Also: ein Inhaber, der bis zu drei weitere Apotheken-Filialen sein Eigen nennen darf. Mir wird langsam schwindlig bei diesen komplizierten Regeln - Migränepulver her! Trotz der gefühlt 900 Jahre alten Standesregeln, die durch allerlei rechtliches Rum-Korrigiere in den letzten Jahren noch komplizierter wurden: Roman Sparn möchte schrittweise weiter gehen. Zuerst machte er die Elvira im letzten Jahr hier am neuen Standort auf. Links vorne einer seiner Konkurrenten: der lokale dm-Markt. Der zieht sich bis auf den Hinterhof. Wo unter anderem ein Lidl sitzt. Rechts neben der Apotheke befindet sich ein Weinhändler. Um die Kunden, die zum Lidl kommen - oder daher - auch anzusprechen, hat Sparn jeweils einen Vorder- und einen Hintereingang bauen lassen. Man kann also durch die Apotheke zum Discounter und dem dortigen Parkplatz marschieren. "In dieser Bauweise gibt es wenige Apotheken", erklärt er mir. Neben der Stammkundschaft schauen durchaus diverse Menschen vorbei, die eher der Lidl gelockt hatte. Da wir uns mitten im Wiesn-Wahn (vulgo: Oktoberfest) befinden, verirren sich auch vier Belgier hier her. Während zwei draußen auf dem Parkplatz warten, kommen zwei der Männer in die Apotheke. "Wir sind extra aus Antwerpen zum Oktoberfest hergekommen. Jetzt hat mein Freund Halsschmerzen", trägt der eine das Anliegen vor. Ein Präparat, das dem maßvollen Feiern nicht entgegensteht ist schnell gefunden. Und die beiden Kunden machen sich mit ihren wartenden Freunden auf ins Festzelt. Dass die Wiesn durchaus für spezifische Nachfrage in Sparns Apotheke sorgt, daraus macht der Pharmazeut keinen Hehl. Was die Renner sind, lesen Sie im nächsten Beitrag.
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Jeden Tag schließt eine Apotheke. Deutschlandweit. Darunter auch so schöne, wie diese eine alte Apotheke in Landshut, deren Türknauf mir letztens vor die Foto-Linse geraten ist: klassisch schön mit Äskulapstab am Türknauf. Stand Dezember 2012 gab es in der Republik noch 20.921 Apotheken. Im ersten Halbjahr 2013 dürften etwa weitere 150 ihre Pforten geschlossen haben, heißt es beim ABDA, der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände. Genaue Zahlen dazu werden lediglich einmal jährlich erhoben. Eine Zahl, die zeigt, dass auch die Apothekenbetreiber von heute sich genau überlegen müssen, wie sie ihre Kunden halten oder neue hinzugewinnen können. Auch wenn Apotheker Freiberufler sind: Kaum eine Branche ist hierzulande so sehr reguliert. Gut für mich als Patient: Nicht jeder Hergelaufene kann mir irgendwelchen Schmonz verkaufen, der vielleicht giftig ist - und nicht schmerzstillend oder heilend wirkt. Andererseits müssen sich die Apotheker oftmals mit dem arrangieren, was Ärzte, Krankenkassen, Pharmabranche und Konkurrenz aus dem Web an Spielraum lassen. Dennoch scheint es noch genügend Enthusiasten zu geben, die ihren Beruf gerne ausüben. Einen habe ich heute getroffen: Roman Sparn.
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