Die Euroshop 2026 ist da, und Einzelhändler sowie Technologiebegeisterte suchen nach neuen Ideen, um das Einkaufserlebnis in ihren Geschäften zu verbessern. Von immersiven digitalen Displays über cleveres Raumdesign bis hin zu interaktiven Angeboten – die besten Stores von heute verbinden Kreativität, Technologie und Storytelling, um Kunden auf neue Weise zu begeistern.
Im vergangenen Jahr haben wir viele faszinierende Store-Konzepte aus der ganzen Welt kennengelernt. Teilweise haben wir sie selbst besucht. Hier stellen wir fünf vor, die ganz verschiedene Stile, Aspekte und Technologiestufen repräsentieren:
1. Gentle Monster: House Nowhere, Seoul
Flagship-Store oder Kunstgalerie? Kurz nach der Eröffnung besuchte invidis den neuesten globalen Flagship-Store der koreanischen Brillenmarke Gentle Monster. Der Begriff „Flagship-Store“ ist eine Untertreibung – denn sowohl die Architektur des Gebäudes als auch die vierstöckige Verkaufsfläche ähneln eher einer Galerie für moderne Kunst als einem bloßen Store.
2. Apollo: Flagship-Store, München
Der Apollo-Store in München ist der dritte Standort, an dem der Brillenhändler sein neues Premium-Konzept realisiert. Ein wesentlicher Bestandteil: die digitalen Elemente, die überall zu finden sind.
3. Zara: El Apartamento, Madrid
Zara hat in seinem renovierten Madrider Geschäft ein „Apartamento” eingeführt, das einen Möbelausstellungsraum, ein Café und eine Modeschau vereint. Digital Signage ist subtil in den gesamten Raum integriert.
4. Dior: Gold House, Bangkok
Ein Paradebeispiel für zurückhaltenden Luxus gibt das Dior Gold House in Bangkok. Die Verkaufsfläche verzichtet vollständig auf digitale Elemente – und offen gesagt braucht sie auch keine aufwendige Inszenierung durch digitales Storytelling. Nur eine Handvoll exklusiver Luxuslabels kann sich einen derartigen Markenraum überhaupt leisten.
5. FC Union: Fanshop im alten Zeughaus, Berlin
Maximale Fan-Experience mit digitalen Einsprenklern: Der Fanshop des Bundesligisten Union Berlin soll die Anhänger der Eisernen begeistern – unter anderem durch eine digitale „Flockschmiede“.
Bonus: Hus of Frakta von Ikea
Es war nur ein Pop-up-Store, und er wurde Ende 2024 errichtet, aber Idee und Ausführung verdienen eine Honourable Mention: Das Hus of Frakta in London feierte die ikonische Ikea-Tasche, indem ihr als halbes Luxus-Accessoire ein temporärer Store gewidmet wurde.
Jenseits aller Digitalisierung – nicht ganz, es gibt sogar Screens – geht es hier um ein großartiges Konzept, dass Menschen emotionalisiert und, ja, einfach Spaß macht. Chapeau an den schwedischen Möbelbauer.

