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DSS 2026

Der große Rückblick

München | Zukunft wurde auf dem DSS 2026 nicht direkt gemacht – zu komplex, zu ungewiss. Doch Leader aus aller Welt warfen einen genauen Blick auf die Baupläne der Digital Signage-Zukunft.
Der DSS 2026 warf einen Blick in den Maschinenraum der Digital Signage-Industrie. (Foto: invidis)
Der DSS 2026 warf einen Blick in den Maschinenraum der Digital Signage-Industrie. (Foto: invidis)

Die Szene, die den DSS 2026 am besten charakterisierte, war nicht geplant: Am Morgen des zweiten Tages stand Vertiseit-CEO Johan Lind spontan auf der Bühne, um seinen Scala-Deal zu erklären. Am späten Networking-Abend war langsam durchgesickert, dass das schwedische Software-Powerhouse die vor Digital Signage-Tradition strotzende Marke vom strauchelnden Stratacache übernehmen wird.

Das zeigte zwei Dinge: Die alten Machtverhältnisse in der Branche sind nicht mehr automatisch gegeben; neue Player betreten die Bühne und Marktführer müssen ihre Geschäftsmodelle überdenken. Und: Morgen kann alles anders sein als heute.

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Genau das war es, was Florian Rotberg und Stefan Schieker in ihrer Market-Keynote dargelegt hatten. Genau das definiert den Begriff NextGen Signage, der Disruption und nicht Evolution bedeutet. Und inmitten von so viel Veränderung standen die Leader der wichtigsten Digital Signage-Unternehmen und versuchten, in Panels und Diskussionen die besten Strategien für die Zukunft herauszuarbeiten.

Kurz- und langfristige Strategien

Dabei ging es auch um geo- und unternehmenspolitische Entscheidungen. Doch diese sind vor allem kurz- und mittelfristiger Natur. Es geht vor allem um eines: die Unsicherheit, die immer Gift fürs Geschäft bedeutet, möglichst effizient hinter sich zu lassen. Das zeigten sowohl die Prognosen der europäischen als auch der US-amerikanischen Unternehmen.

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Langfristiger angelegt war tatsächlich die Technologiefrage: Wie sehen Digital Signage-Lösungen und -Services der Zukunft aus? Dies wurde in den zwei Spotlight-Sessions der Konferenz intensiv diskutiert.

Das erste Spotlight beschäftigte sich mit Orchestration: Denn es reicht nicht mehr, guten Content fehlerfrei auszuspielen. Digital Signage muss über alle Plattformen und Systeme koordiniert werden. Dadurch verschieben sich die Zuständigkeiten innerhalb des Ökosystems, das CMS rückt weg von der zentralen Rolle und transformiert zu einem Rädchen eines großen Getriebes. Das hört sich in der Theorie einfacher an, als die Umsetzung ist; denn Silos müssen fallen, und die neue Freiheit muss organisiert werden – unter anderem im Hinblick auf Cybersecurity, welche immer weiter an Bedeutung gewinnt.

AI ist überall

Womit man zum zweiten großen Spotlight-Thema kam, dass manchen auf der Zunge und fast allen auf den Herzen lag: Künstliche Intelligenz. Viel wurde über das Thema und seine Möglichkeiten schon gesprochen, und vieles ist noch in der Strategie- und nicht in der Umsetzungsphase zu verorten. Doch konnten die Panelisten einige Schlüsselerkenntnisse herausarbeiten – allen voran den Leitsatz: Die wahre AI-Revolution findet nicht im Frontend, sondern im Backend statt. Zu lange hatte man auf revolutionäre AI-Features, während in der Produktentwicklung die dritte industrielle Revolution schon voll im Gange ist.

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Was das im ganz Konkreten für die Industrie bedeutet, konnte nicht abschließend beantwortet werden – doch das liegt in der Natur der Sache. Die letzten Stellschrauben müssen in den Unternehmen selbst gedreht werden, doch genau das ist die große Stärke des DSS: den Führungsebenen der Branche entsprechende Orientierung zu geben. Ein echter Workshop-Charakter für die Zukunft der Digital Signage-Industrie, gepaart mit exzellenten Networking-Möglichkeiten.

DSS 2027 steht bereits

Das Feedback der Teilnehmer lässt darauf schließen, dass dies dem DSS gelungen war. Auch die Publikumsmischung festigte das, mit zahlreichen Führungspersönlichkeiten der führenden Digital Signage-Unternehmen – vertreten war sowohl der DACH-Raum, die europäische Ebene, viele Teilnehmer aus Nordamerika und internationale Gäste, unter anderem aus Lateinamerika und Indien.

Der nächste Termin steht bereits: Der DSS 2027 findet am 12. und 13. Mai statt, wieder im Hilton Munich Airport. Die ersten Planungen der Veranstalter werden auch bald beginnen. Welche spontane Szene wieder zum Schlüsselmoment wird, das müssen allerdings Digital Signage-Führungskräfte vor Ort herausfinden.

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