Immer noch eine Hürde

Bis heute gibt es nur wenige Content-Anbieter, die auf Digital Signage spezialisiert sind.

Ohne relevante Inhalte nutzt das beste Digital-Signage-System nichts. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Allemal lohnt eine Anfrage bei den wenigen einschlägigen Full-Service-Agenturen, die meist nicht nur Inhalte für die eigenen Netzwerke erstellen, sondern zudem als Content-Dienstleiter auftreten.

Webangebote eher generisch
Wer weniger Wert auf individuellen Content legt, kann auf Webangebote wie beispielsweise ContBoxx von Adversign oder die Services von N24 oder n-tv zurückgreifen. Auch viele große Bildagenturen bieten ihre Medien bereits für Digital Signage an. Schwieriger ist es bei stark regionalen Inhalten. Die sind meist nur von Lokalzeitungen und -sendern zu bekommen, die ihre News aber erst entsprechend aufbereiten müssen.

Genaue Marktgröße unklar
Niemand weiß derzeit, wie groß der Markt für Digital-Signage-Content wirklich ist, denn viele Inhalte werden von Web-affinen Kreativagenturen erstellt, die im ­Digital-Signage-Umfeld wenig bis gar nicht bekannt sind. Angesichts universell einsetzbarer Format­typen wie Flash-Animationen oder Videofilme eignen sich solche Anbieter prinzipiell ebenfalls als Content-Lieferant für Digital ­Signage, wenn sie sich an die technischen Vorgaben halten.

Fallstricke bei freien Inhalten
Vorsicht ist bei der Nutzung von vermeintlich freien Inhalten geboten. Denn die AGBs der Anbieter verbieten nicht selten die kommerzielle Nutzung oder öffentliche Ausstrahlung, so beispielsweise im Fall von Google Maps oder Internet-Streams der Öffentlich-Rechtlichen.

Breite Preisspanne
Die Kosten für Digital-Signage-Content fallen je nach Individualisierungsgrad sehr unterschiedlich aus. Die Preisspanne reicht von wenigen Euro bis zu mehreren Hundert Euro. Für bestimmte Branchen gibt es aber auch recht kostengünstige Angebote, die auf Templates basieren und sich so recht einfach individuell anpassen lassen.

Fazit: Der Wurm muss dem Fisch schmecken
Unterm Strich mangelt es dem Digital-Signage-Markt weniger an Inhalten, sondern an situations- und zielgruppengerechten Konzepten. Letztendlich geht es schließlich darum, dass die Inhalte für den Betrachter von Relevanz sind und alle wesentlichen Erfolgsfaktoren wie Verweildauer, Umfeld und Klarheit der Botschaft gebührend berücksichtigen.

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