Digital-Signage-Gesamtmarkt 2011: Die Erfolgsgeschichte setzt sich fort

Der Digital-Signage-Markt wächst um 27 Prozent. Display-Anbieter, Integratoren und Netzwerkbetreiber sind die Gewinner, die Softwarebranche steht weiter unter Druck.

Auch im Jahr 2011 zeigt sich der Digital-Signage-Markt dynamisch und aufstrebend. Wie im Vorjahr setzte die Branche ihr zweistelliges Wachstum fort und legte um 27 Prozent zu.

Wachstum trotz Schuldenkrise
Als Teil der starken deutschen Wirtschaft konnte auch Digital Signage der Krise im Euroraum lange trotzen. Im Jahr 2011 erlebte die Bundesrepublik sogar eines der besten Jahresergebnisse seit der Wiedervereinigung. Gerechnet ab 1990 rangiert das Wirtschaftswachstum im oberen Drittel der Vorjahresergebnisse. Das statistische Bundesamt bezifferte es auf 3,0 Prozent und begründete den guten Wert vor allem mit einer gestiegenen Binnennachfrage und kräftigen Investitionen im Inland.

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Erste Zeichen der Abschwächung
Spät, aber unvermeidbar bremsten die anhaltende Euro-Schuldenkrise und der weltweite Konjunkturabschwung die deutsche Wirtschaft schließlich doch noch aus. Laut Aussagen von Marktteilnehmern brachte das vierte Quartal 2011 den ersten Dämpfer, der sich prompt auch auf den Digital-Signage-Markt auswirkte. Positiv beeinflusst wurde dieser allerdings durch verschiedene Großprojekte. Im Rahmen des bislang größten Netzwerkes im Lebensmitteleinzelhandel installierte beispielsweise T-Systems für REWE insgesamt 2.500 Screens. Das DooH-Projekt bei Aral (Amscreen) zählt mittlerweile über 1.200 Displays, und der Kölner Außenwerber Ströer Digital stattete im Zuge des Ausbaus seines Out-of-Home-Channels rund 200 Top-Bahnhöfe in Deutschland mit den neuen digitalen Werbeträgern aus.

Digital Signage ist Mainstream
Das im Vergleich zu 2010 um sechs Prozent höher ausgefallene Wachstum des Gesamtmarktes lässt darauf schließen, dass Digital Signage mittlerweile in das Bewusstsein der potentiellen Kunden vorgedrungen ist. Auch die Tatsache, dass 2011 mehr als 70.000 professionelle Displays im deutschsprachen Raum verkauft wurden, spricht dafür, dass nicht mehr von einem Nischenmarkt die Rede sein kann. Digital Signage ist endgültig im Mainstream angekommen.

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